Mittwoch, 20. November 2019

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Buchstapelhüpfer,

ich bin durch Zufall auf ein Buch aufmerksam geworden, weil mir das Cover so gut gefallen hat, und da musste ich es mir genauer anschauen. So was kennt ihr doch auch? Der erste Eindruck muss stimmen, ansprechen, neugierig machen und dann kommt der Inhalt. Tja, und dieser konnte mich direkt einnehmen, Paris zur Zeit der Revolution, nur das diese gescheitert ist und so eine ganz neue Geschichte gesponnen wird und das gefällt mir. Sollen wir uns das gute Stück mal anschauen? Dann guck hier:


Der Hof der Wunder
Band: 1 
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 02.12.2019

In einem alternativen Paris des Jahres 1823 ist die Französische Revolution fehlgeschlagen. Skrupellose Aristokraten teilen sich die Stadt mit neun kriminellen Gilden, die die Unterwelt regieren. Zwischen den Gilden herrscht ein brüchiger Frieden. Nina, Angehörige der Diebesgilde, will ihre Schwester Azelma retten. Kaplan, der Oberste der „Gilde des Fleisches“, spezialisiert auf Menschenhandel und Prostitution, hat sie an sich gerissen. Aber die Diebe wollen sich nicht mit Kaplan anlegen. Die junge Waise Ettie soll Nina bei einem verzweifelten Befreiungsplan helfen. Doch unvorhersehbare Ereignisse wie eine Hungersnot und neue Revolutionäre zwingen die ungleichen Verbündeten dazu, sich den verfeindeten Gilden anzudienen und bis zur großen Zusammenkunft der Gilden, dem legendären Hof der Wunder, zu überleben. Aber als Kaplan auf die Spur der beiden kommt, droht in ganz Paris ein Krieg auszubrechen ...


Ich habe eben gelesen, dass es der Auftakt zu einer Trilogie sein soll, nur das ihr auch bescheid, wisst. Aber klingt es nicht toll, daraus kann man richtig was Gutes machen und diese Zeit, ist perfekt dafür. Ach, Frankreich, ach, Paris, ihr habt da irgendwie eine Wirkung auf mich. Geht es euch genauso? Wer findet die Kombination aus Historie und Fantasy auch interessant? Wer hat es auf der Wunschliste stehen? Ob ich gleich mal die Marseillaise einstudiere? Ihr seht ich in entflammt und werde dieses Buch auf jeden Fall im Auge behalten.

Ganz liebe Grüße
Eure, sich ein Stück Käse gönnende, Sharon

Montag, 18. November 2019

BÜCHERPOST im Oktober ...

Hallo meine Bücherfreunde,

der Oktober war nochmals ein recht emotionaler Monat und da ich ein sensibler Mensch bin, nimmt mich das doch immer mehr mit, als es sollte. Aber es hat wieder ein Mal gezeigt, dass das Leben kein Wunschkonzert ist und Menschen doch ganz gern böse nachtreten. Aber damit ist jetzt Schluss, aus, vorbei, Neuanfang und was soll ich sagen. Gott sei Dank! Ich bin nur immer überrascht, welche Egos da draußen rumlaufen. Natürlich sind somit einige Bücher eingezogen, die machen einfach glücklich und trösten auf ganz besondere Weise. Allein dieses Gefühl, ein Buch in den Händen zu halten, ist doch Balsam für die Seele und dann dieser Duft, himmlisch! Aber schauen wir uns doch meine Schätze an:


 
Dexter hatte sehr wenig Lust auf Fotos, aber wir haben unser bestes gegeben :D


Dexter in Voldemortmodus!
 
Der erste Stapel ist wie immer dem Buchhändler gewidmet und der Potter Liebe. Damals ist die Reihe an mir vorbei gegangen und erst, als der vierte Band erschien, dachte ich, das musst du doch mal lesen. So bekam ich zu Weihnachten den ersten Band als Bertelsmann Ausgabe geschenkt. Trotz Weihnachtsstress hatte ich die Geschichte innerhalb von zwei Tagen gelesen und bin los und habe mir die drei weitere Bände gekauft und dann kamen die Mitternachtslieferungen. Hach, war das herrlich und so eine tolle Aktion. Postboten mit Taschenlampe und strahlende Gesichtern, daran denke ich immer gern. Aber meine Buchreihe sah somit nie einheitlich aus und nun habe ich einen schicken Schuber. Harry Potter Schuber! Nachtrag, die anderen Ausgaben, behalte ich trotzdem, da hängen viel zu viele Erinnerungen daran, auch wenn der Mann das irre findet :-)


 
Ein weiterer Stapel vom Buchhändler. Da ja so ein Schuber nicht für die Potterliebe ausreicht, musst auch die neue Ausgabe von Illustrator Jim Kay her. Das ist ja eigentlich ein Muss für jeden Fan. Muss ich hierzu wirklich noch mehr sagen. "Harry Potter und der Feuerkelch". Außerdem hatte meine Lieblingsbuchhandlung ihren fünften Geburtstag und dazu hatte sie einige Lesungen veranstaltet. Klar war ich auf allen und unteranderen war Martin Walker da und es war einfach ein famoser Abend, der Mann ist ein absoluter Entertainer! Ich habe alle meine Brunos signieren lassen und der Mann hat sich direkt das neue Kochbuch vom Autor zugelegt. Ein Genuss für die Augen und den Magen. "Brunos Gartenkochbuch".


 
Hier ist ein Fremdgeherstapel, ich hatte nämlich einen Geburtstagsgutschein und den musste ich ja wohl einlösen, stimmts! "Die goldenen Wölfe" klingt einfach großartig und da die Meinung einer Lieblingsbloggerin verdammt gut klang, musste es mit. Außerdem hat eine Freundin sich das Buch auch gekauft und nun wollen wir es noch in diesem Monat lesen. Was bin ich gespannt. "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" hatte eine Freundin gelesen und meinte, das wäre total meins. Dann gibt es gute Meinungen dazu und ich bin ein Fan von "Täglich grüßt das Murmeltier" also musst es einfach noch mit. Auf einem Bein kann man ja nicht stehen, oder? ...hüstel...


 
Hier ein bisschen was anderes, nämlich Musik. Und ich finde die ganzen Sprüche zu diesem Projekt einfach genial, megagenial! Kennt ihr schon die Musikbibliothek vom KiWi Verlag? Kleine Bände über die Lieblingsband oder Musiker eines Autors, das muss nicht unbedingt eine Autobiografie des Künstlers sein, sondern auch ein Lebensumstand des Autors, in dem er erzählt, wie die Musik geholfen hat, und so sind diese Bände auch kleine Überraschungen, denn was will uns hier der Autor erzählen, ist nicht abzuschätzen. Finde ich total spannend und so schnupper ich da mal rein, außerdem bin ich ein kleiner Take That Fan! "Take That", "Frank Ocean", "Nick Cave" und "Die Toten Hosen". Schaut sie euch unbedingt mal an!


 
Hier ein Stapel mit kleinen Anekdoten zum Buch, allerdings behalte ich diese für mich. Ich weiß, total gemein, aber manches ist einfach nur für mich gedacht. "Winteraustern" ist schon der dritte Fall für Luc Verlain und ich habe es signiert bekommen. Übrigens habe ich es schon gelesen und fand es supergut. Rezension wird folgen. "Der Moment zwischen den Zeiten" erscheint erst im Mai 2020 und ich darf es schon lesen. Yeah! Eine Frau, deren Mann sie kurz zuvor verlassen hat, ist nun tot. Wie geht man nun mit dem allen um? Das könnte echt gut werden. "Der Angstmann" ein Dresdner Krimi von Frank Goldammer, diesen habe ich schon so oft gesehen, nun wird es Zeit, auch mal was von ihm zu lesen. Jawohl!


 
Last but not least, mein Spannungsstapel. "Sterbekammer" ist der dritte Marschkrimi von der wunderbaren Romy Fölck und ich bin begeistert. Somit gelesen, geliebt und es gibt eine Rezension. "Das Ritual des Wassers" ist ein weiterer Fall für Inspector Kraken und es geht nach Spanien. Man klingt der Fall spannend, ich brauche mehr Zeit! "Seelentot" ist der zweite Teil für die Gefängnisärztin und da mir der erste so gut gefallen hat, bin ich echt neugierig, wie es weitergeht. "Tod in der Bibliothek" ist einfach mein Beuteschema und wird definitiv eins meiner Weihnachtseinstimmbücher. Passt doch perfekt.


Das war es wieder, viele schöne Bücher, die zum Entdecken und Schmökern einladen. Zwei habe ich sogar schon gelesen und darüber freue ich mich sehr. Allerdings ist die Menge wieder sehr beeindruckend, wer soll das nämlich alles lesen, ich brauche Jahre dafür und es kommen ja immer neue noch dazu ... AAHHHH..... Wie war denn euer Monat? Habt ihr viele Bücher einziehen lassen? Waren von unseren Büchern auch welche für euch dabei? Habt ihr davon was auf der Wunschliste, oder sogar schon eins davon gelesen? Ich freu mich auf jeden Fall wahnsinnig auf alle meine neuen Schätze ;-)

Ganz liebe Grüße
Eure, seelisch heilende, Sharon

Freitag, 15. November 2019

Rezension: Dana von Suffrin * Otto


Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: KiWi
ISBN-13:
978-3462052572
Preis: 20,00 EUR  
E-Book: 16,99 EUR   
Reihe: 1/1   
Erscheinungsdatum: August 2019 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Timna und Babi eilen ins Krankenhaus, denn ihr Vater liegt dort und ruft nach seinen Töchtern. Er schreit ständig nach seinen Kindern und lässt sich nicht abwimmeln und trotz, dass die Kinder immer parieren, lässt er nichts Gutes hören. Otto ist alt und wird zum Pflegefall, vom Krankenhaus kommt er nach Hause und wird für seine Lieben ein hartes Los. Er macht es keinem leicht und hält alle im Atem, weil er einfach ein starrköpfiger, sturer, aufbrausender, manipulativer jüdischer Familienpatriarch ist. Aber ist er wirklich ein böser alter Mann? Wie gehen die Töchter mit so einen Vater um? Und was macht das Alter mit einem?

Meinung:
Otto ist eine Familiengeschichte, die mich persönlich allein vom Klappentext nicht kalt gelassen hat. Auch mein Vater, hatte nach einer schweren Krankheit solche Anfälle von „ihr müsst euch kümmern“, „dafür seid ihr meine Kinder“, „das ist Familie“ und man selber schluckt und denkt sich seinen Teil, immer ruhig bleiben, bloß nicht aufregen. Das geht vielleicht eine Weile gut, aber auf Dauer! Das wollte ich von diesen Schwestern wissen, gibt es noch schlimmer Exemplar von Vätern und wie hält man durch. Also musste ich es einfach lesen und hier kommt meine Meinung.

Otto ist unausstehlich, auf den ersten Blick möchte man nichts mit ihm zu tun haben und doch, nimmt man sich der Geschichte um ihn immer mehr an. Denn dieser Mann hat auch seine Geschichte und diese wird Stück für Stück frei gelegt. So wird aus dem Tyrann ein Mensch, der zwar im alter schwer zu ertragen ist und doch ein Herz hat und es gut meint. Seine Art seinen Töchtern gegenüber ist trotzdem schwer zu ertragen und so schwankt man auch mit ihnen zusammen zwischen Hass und Liebe.

Die beiden Schwestern stecken in den Klauen der Pflicht fest und es ist auch schwierig, da eine Grenze zu ziehen. Man bekommt als Kind schon immer die Werte vermittelt, sich um die Eltern im Alter zu kümmern, und somit ist man einfach in einer emotionalen Zwickmühle. Man schlägt sich mit Ärger, Wut und Unverständnis rum und stellt das eigene Leben hinten an. Ich konnte sie zum einen gut verstehen, aber das sie so gar nichts aus ihren eigenen Leben machten, fand ich auch extrem schade, aber vielleicht fehlt ihnen auch einfach die Kraft dazu. Allerdings bei dem Elternhaus auch nicht ungewöhnlich.

Dana von Suffrin lässt nicht nur das Thema Seniorenalter in ihren Roman einfliessen, sondern auch Ottos Lebensgeschichte als Jude aus Siebenbürgen. Seine Kultur, sein Spießbürgertum, seine Geizigkeit, aber auch seinen Weg, ein gebildeter Mann, der sich von seiner Familie trennt und auszieht, um sein Leben zu führen, im fremden Deutschland. Was in der jüdischen Geschichte nicht unbedingt gut abschneidet, es ja gar nicht kann. Es erzählt von seinen Höhen und Tiefen, wie er versucht, seinen Töchtern was zu bieten und um sie vernünftig zu erziehen. Aber auch von seinem Scheitern.

Ich bin ein bisschen hin und her gerissen von diesem Buch. Die Lebensgeschichte von dieser wirklich merkwürdigen Familie, aber vor allem von Otto, fand ich recht unterhaltsam. Auch das man hinter die Fassade gucken konnte und so statt einem Tyrannen einen gut meinenden Vater entdecken konnte. Trotzdem fand ich die Lösung der Schwestern eher traurig, beide finden ihren Mittelpunkt im Leben nicht, sind ihrem Vater hörig und können ihr Leben nicht selbst führen. So stecken sie einfach fest und ergeben sich eher ihrem Schicksal, als brave Töchter. Somit kommt, aber auch die Spannungen von Kinderpflicht rüber, sich immer kümmern, aber heißt das auch gleichzeitig Selbstaufgabe?

Otto ist auf jeden Fall ein Buch mit dem Ansatz zum Nachdenken. Es ist unglaublich traurig, aber auch mit einer großen Portion Komik drin, obwohl schon eher böser Sarkasmus. Eigentlich eine Farbskala der Liebe, nicht einfach, aber hier und da immer auf Messerschneide. Der Drahtseilakt diese trotz der Umstände immer wieder zu finden und zu offenbaren, das ist das große Kunststück. Mir hat diese ungewöhnliche Geschichte gefallen.
 
Henry und ich fanden dieses Buch außergewöhnlich und dafür gibt es vier Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:


Dana von Suffrin wurde 1985 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Komparatistik in München, Neapel und Jerusalem. Seit 2009 ist sie Museums- und Stadtführerin in München. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Wissenschaft und Ideologie im frühen Zionismus, seitdem Postdoc an der LMU. Sie lebt in München. 

Quelle: KiWi Verlag 

Vielen lieben Dank an den Kiwi Verlag für dieses Rezensionsexemplar.