Mittwoch, 16. Oktober 2019

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Büchereulen,

es passieren ja manchmal witzige Dinge. Da folge ich einer Autorin auf Instagram, von ihr hatte ich ein Buch gelesen und war total schockverliebt, deshalb musste ich ihr folgen. Na ja und ihre Golden Retriever sind zum knutschen, aber das nur am Rande und dann postet sie ihr neustes Werk und dieses Cover haute mich total aus den Latschen, genau meins. Jetzt kommt das witzige, da sitze ich in der Bloggerrunde bei Droemer Knaur und uns wird das Programm vorgestellt und unteranderem ein Buch, was einen Hauch von Les Miserables haben soll, da werde ich ja wach und machte mir ein Foto. Zu Hause dann, schaute ich mir alles genau an und dann viel es mir wie Schuppen von den Augen, die bringen genau die Geschichte heraus, wo mich das Cover so umgehauen hatte und von einer Autorin, die ich unbedingt weiter verfolgen möchte. Aber wie konnte der Verlag vom Cover abweichen, eine Schande. Aber kommen wir einfach zum Buch:


Die Rebellion von Laterre
1. Band
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 04.11.2019

Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren rigoros bestraft. Die Revolution wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Und alles wird von drei jungen Menschen abhängen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Chatine ist eine Diebin, ein Kind der Straße, die alles tun würde, um dem brutalen Regime zu entkommen – einschließlich des Ausspionierens von Marcellus, dem Enkel des mächtigsten Mannes der Welt.

Marcellus wird von seinem Großvater darauf vorbereitet, die Macht zu übernehmen. Doch seit dem Tod seines Vaters, der als Verräter starb, plagen Marcellus immer stärkere Zweifel. Denn sein Vater hat eine kryptische Nachricht hinterlassen, die nur eine Person lesen kann: ein Mädchen namens Alouette.

Alouette ist in einer unterirdischen Zuflucht aufgewachsen, wo sie die letzte Bibliothek der Welt bewacht. Und sie hütet ein Geheimnis, das Laterre endgültig ins Chaos der Revolution stürzen wird.

Als das Schicksal Chatine, Marcellus und Alouette zusammenführt, ist nur eines gewiss: Die Zukunft von Laterre wird von ihren Entscheidungen abhängen, und davon, was sie zu opfern bereit sind: Liebe – oder Freiheit?


Ich erkenne ganz klar, einen Hauch von Les Miserables und soll ich euch was erzählen, diese Geschichte oder diesen dicken Wälzer habe ich sogar gelesen. Zu deutsch, sind es "Die Elenden" und Victor Hugo hat die Angewohnheit ausschweifend abzudriften, einen hundert Seiten lesen zu lassen, bis dann die Person auftaucht, mit der es dann weiter geht, aber was soll ich sagen, dieses Durchhalten hat sich gelohnt, die Geschichte ist großartig und ich liebe sie. Danach habe ich mir das Musical angeschaut und ich bin immer noch total begeistert. Manche Songtexte summe ich immer noch gern vor mich hin. Aber nun gut, soweit zu meiner Liebe und ich denke, die oben genannte Geschichte könnte mich genauso ansprechen. Hier ist alles etwas jünger, zukünftiger und hipper, aber wenn dieses Dreiecksspiel gut gemacht ist, werde ich bestimmt an den Seiten kleben. Ich bin sehr neugierig. Wer ist hier auch Fan? Wer hat das Buch auch auf dem Schirm? Und wollen wir zusammen zur Revolution schreiten?

Ganz liebe Grüße
Eure, sich rüsten gehende, Sharon

Montag, 14. Oktober 2019

Rezension: Philip Reeve * Mortal Engines: Die verlorene Stadt

Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: TOR  
ISBN-13:
978-3596702152
Preis: 14,00 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 4. Teil
Erscheinungsdatum: Mai 2019
Übersetzer: Nadine Püschel und  Gesine Schröder 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Nach dem letzten Abenteuer scheint das Zeitalter des Friedens eingeläutet zu sein. General Naga ist jetzt der Anführer des Grünen Sturms und möchte mit den fahrenden Städten Frieden schließen. Der Krieg soll endlich ein Ende haben, nur sieht das nicht jeder so. In Zagwa wird ein Attentat auf seine Frau ausgeübt und somit sind alle Pläne vereitelt. In Naga flammt der alte Haas auf und alles Gute scheint zu scheitern und zu einem alles vernichtenden Schlagabtausch auszuholen. Wird das, das Ende sein? Wo sind Hester und Tom? Wer kann hier doch noch für Frieden sorgen?

Meinung:
Hier ist er nun, der letzte Teil von Mortal Engines, das Finale einer ungewöhnlichen Fantasysaga und der Abschied fällt schwer. Ich habe die ersten beiden Bände mit vollem Genuss gelesen und sehr geliebt. Teil drei hat in meinen Augen etwas geschwächelt und so war ich doch sehr gespannt, wie es mir mit dem Ende ergehen würde. Aber wer bin ich, ich musste es lesen, denn ich wollte doch wissen, wie es mit meinen, ans Herz gewachsenen Figuren, weitergeht. Ich glaube, ganz ohne Spoiler komme ich nicht aus, aber legen wir los.

Ich glaube, Philip Reeve mochte alle seine originellen Figuren so sehr, dass er sie trotz, mehreren Toden, immer wieder auftauchen lässt. Beginnen wir mit Theo, der in seiner Heimat weilt und doch nur an Wren denkt. Aber lange wird er nicht dortbleiben, denn er soll die Frau von General Naga nach Hause bringen. Während dessen ist Wren mit ihrem Vater Tom auf den Vogelpfaden unterwegs und genießt das freie Leben. Auch sie denkt an Theo und schreibt ihm. Für Tom ist die Zeit mit Wren, wie eine Erinnerung an seine Jugend mit Hester, er vermisst sie und er spürt, dass er nicht mehr lange Zeit hat. In Airhaven macht Tom eine ungewöhnliche Entdeckung, nämlich ein Blick in die Vergangenheit und seinem alten zu Hause London. Seine Sehnsucht nach dieser Zeit wird übergroß und so möchte er zum letzten Mal diese alte Ruine sehen. Währenddessen ist Hester mit Shrike unterwegs, mit ihrem Sandsegler ist sie eine gefürchtete Kopfgeldjägerin und findet ihr Leben so gar nicht schlecht. Aber dann treffen sie auf Theo und Hester hat doch ein Herz und will sich ihrer Familie stellen. Ich könnte noch einige alte, wie auch neue Figuren hier einfliessen lassen, aber das wäre zu viel, aber ihr seht, alle bekannten Gesichter vereint für das letzte große Finale.

So hat sich der Autor entschieden viele kleine Fäden zu spinnen, überall aufzutauchen, jeden seiner Figuren eine Rolle gegeben und daraus ein dickes Buch gemacht. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel, somit hat er ständig die Geschichte ausgebremst, die Spannung genommen, zu viele Nebenfiguren einfliessen lassen und auf vielen Ebenen gekämpft. So ein richtig rasanter Fluss kam nicht zustande und das, obwohl es sehr unterhaltsam erzählt war. Das ist jetzt auch wirklich meckern auf hohem Niveau, aber wenn ich bedenke, wie ich die ersten beiden Bände regelrecht verschlungen habe und sie nicht aus den Händen legen konnte, war das Ganze hier schon entspannter. Nichtsdestotrotz hatte ich meinen Spaß an der Geschichte, es war aufregend noch einmal alte Plätze zu besuchen, viele bekannte Gesichter zu treffen und einfach der Wiedervereinigung mancher Figuren entgegenzufiebern. Denn was der Autor perfekt kann, ist, alles lebendig wirken zu lassen und mit seinem Humor noch genug Witz in manche aussichtslosen Situationen zu bringen. Dazu noch der Kampf zwischen den Grünen Sturm und den Städten machte aus allem ein würdiges Finale.

Philip Reeve hat mit seiner Saga eine außergewöhnliche Reihe geschaffen. Die rasant begonnen hat und sich dann auf vielen Ebenen ausgebreitet hat. Immerhin begann alles mit Hesters Wunsch Valentine umzubringen und gefunden hat sie Tom, ihre große Liebe. Diese beiden Figuren war ein absolutes Herzpaar. Sie die raue, kämpferische und emotionslose Frau, die sich in den naiven, freundlichen und tollpatschigen Tom verliebte. Er der Bücherwurm und sie die Killerin. Drumherum dann so viele Abenteuer, Gefahren und eine Welt, die durch ihre rollende Städten und Aktivisten ungewöhnlich war. Diese Reihe voller Spannung und Überraschungen habe ich gerne gelesen und ich denke, ich würde sie auch nochmals lesen.

Mortal Engines, die verlorene Stadt ist ein würdiger Abschluss, der keine Fragen offen lässt. Leider dadurch, aber auch ein bisschen an Spannung verliert, da die Geschichte zu viele Fäden verarbeiten muss. Ansonsten ein wunderbares Wiedersehen mit lieb gewonnen Figuren und einigen Wendungen.
 
Henry und ich werden diese Reihe vermissen und fürs Finale gibt es vier Bücherpunkte:

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Über den Autor: 


Philip Reeve ist seit vielen Jahren erfolgreicher britischer Jugendbuchautor und Illustrator. Das "Predator Cities"-Quartett stellt (zusammen mit den drei Prequel-Romanen und der "Larklight"-Trilogie) sein Hauptwerk dar. 
 
Quelle: TOR Verlag


Mortal Engines - Reihe:
 
https://www.genialokal.de/Produkt/Philip-Reeve/Mortal-Engines-Der-Gruene-Sturm_lid_38412493.html?storeID=barbershttps://www.genialokal.de/Produkt/Philip-Reeve/Mortal-Engines-Krieg-der-Staedte_lid_35356762.html?storeID=barbershttps://www.genialokal.de/Produkt/Philip-Reeve/Mortal-Engines-Jagd-durchs-Eis_lid_36834472.html?storeID=barbers

1. Teil: Rezension I 2. Teil: Rezension I 3. Teil: Rezension


Vielen lieben Dank an den TOR Verlag für das  Rezensionsexemplar.  



Freitag, 11. Oktober 2019

Rezension: Sarah Breen & Emer MyLysaght * OMG, diese Aisling!

Broschiert: 336 Seiten
Verlag: bold
ISBN-13:
978-3423230025
Preis: 14,90 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: August 2019
Übersetzer: Barbara König 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Aisling ist ein einfaches Mädchen vom Land, mit ihren 28 Jahren lebt sie noch bei ihren Eltern und hat nur einen großen Traum, endlich heiraten. In ihrem Heimatort Ballygobbard reiht sich eine Hochzeit an die andere und sie hat sogar schon einen Brautstrauß gefangen, nur ihr Freund John zeigt keine Anstalten für einen Antrag. Da muss man ihn doch auf die Sprünge helfen und einen romantischen Urlaub auf Teneriffa planen. Allerdings eskaliert das Ganze und statt einen Ring am Finger, macht sie mit John Schluss und zieht nach Dublin. Es wird Zeit für Veränderungen und somit für neue Freunde. Doch ist das die richtige Entscheidung? Und wer ist in der Firma für die Fehlüberweisung Schuld, etwa Aisling? Und wie kommt es, dass sich Aisling auf einmal von drei Kerlen angezogen fühlt?

Meinung:
OMG, diese Aisling, kam als Überraschungspaket bei mir an und ich fand das alles so herzig. Immerhin liebe ich Tee und Gebäck und die Geschichte klang ganz herrlich nach witziger Unterhaltung. Dazu kommt, das so viele es schon gelesen, toll fanden und na ja, sind wir nicht alle ein bisschen Aisling, zumindest ist das der Slogan. Ich hatte mich also auf leichte Kost eingestellt und auf über quirlige Frauenfiguren. Was ich bekommen habe und wie es mir gefallen hat, erzähle ich euch nun.

Aisling ist mit ihren 28 Jahren schon wirklich spät dran, sesshaft zu werden. Immerhin herrscht das Thema heiraten ständig vor und in ihrem Dorf heiratet eine Freundin nach der anderen. Nur Aisling ist noch ohne Ring und obwohl sie schon ewig mit ihrem John zusammen ist. Dieser scheint aber gar nicht ans Heiraten zu denken, dafür haben sie ja noch ewig Zeit. Für Aisling wächst der Druck aber immer mehr und so kommt es zur Kurzschlusshandlung und sie macht Schluss. Aus und vorbei. Neuanfang und das in Dublin mit einer hippen WG. Hier gibt es Familiendramen, Partys, Wochenendtrips und Aisling mittendrin und auf der Suche nach sich selbst. Was will sie eigentlich wirklich.

Aisling einzufangen ist nicht unbedingt einfach. Als Mädchen vom Land hat sie schon ein bisschen eine naive Art und die Wertstellung im Leben ist halt eine andere, als in der Stadt. Hier ist es eben den Hof zu übernehmen, Kinder zu bekommen, klar, vorher zu heiraten und eben der ganze konservative Quatsch. Allerdings hat, man ihrem Erwachsen werden ein paar Steine in den Weg gelegt, und zwar die Erkrankung ihres Vaters, dafür ist sie bei er Familie geblieben und hat die Fahren nach Dublin immer auf sich genommen. Ihr Bruder ist in Australien und das Verhältnis zu ihrer Mutter nicht unbedingt einfach, eher etwas unterkühlt. Somit pendelt sie immer von Dublin, zu ihrer Familie oder Johns WG. Das Thema ihrer Familie gibt der ganzen Geschichte auch die Tiefe und hat für mich diesen irischen Zusammenhalt.

Tja, und somit kommen wir zu den anderen Leben von Aisling und das empfand ich als nicht lesenswert. Langatmig, oberflächlich und einfach nervig. Ständig diese innerliche Debatte wie viel Alkohol ich wann und wo trinken darf. Dann diese ständige Kleiderfrage und manche Begriffe kann ich nicht mehr hören. Sollte das wirklich hipp und modern sein, wie in großen amerikanischen Serien? Das unsere naive und unsicher Aisling nicht wirklich reinpasst, ist vorab schon klar und somit wird die Suche nach einer Zukunft echt gedehnt. Was auch immer sie anstellt, rief bei mir Unverständnis und die Frage nach dem gesunden Menschenverstand hervor. Vielleicht kann ich mich aber auch einfach nicht mehr in solche Figuren hineinversetzten. Selbst der Versuch hier noch etwas Tiefsinn reinzubringen ist bei mir komplett gescheitert. Auch frage ich mich immer noch, warum kann man nicht einfach mit seinem Freund über seine Gedanken sprechen, das hätte dieses ganze Buch überflüssig gemacht. Aber gut, sonst gäbe es viele Geschichten nicht und vielleicht ist das für diese Generation einfach die passende sich widerspiegelnde Situation.

OMG, diese Aisling, ist bestimmt für Leser, die gern chaotische-charmante Romane für zwischendurch lesen. Mit einer Figur, die etwas altbacken daherkommt und mit der großen Welle schwimmen möchte, um doch zu erkennen worin ihre Werte stecken und wer ihr Herz gewonnen hat. Es gab Momente, die ich wirklich schön fand im Buch, aber ich musste einfach zu oft den Kopf schütteln und mich ärgern. Diese Geschichte war mir wirklich zu oberflächlich, unverständlich, fragwürdig und zu sehr gewollt. Ich bin einfach nicht damit warm geworden, die Sympathien für die Figuren hielten sich in Grenzen und ich hatte einfach langatmige Lesestunden.
 
Henry und ich glauben, dass diese Geschichte ihre Leser hat, allerdings gehören wir nicht dazu, es gibt zwei Bücherpunkte:

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Über die Autorinnen:


Sarah Breen ist eine irische Journalistin, die gemeinsam mit ihrer langjährigen Freundin Emer McLysaght den Character Aisling erschaffen hat. Ihre Aisling-Storys teilen sie seit 2006 auf der von ihnen erstellten Facebook-Site »Oh My God, What a Complete Aisling«. 10 Jahre später veröffentlichten die beiden ihre gesammelten Aisling-Storys als Roman und schufen damit eine der erfolgreichsten irischen Romanfiguren der letzten Jahre.

Emer McLysaght ist eine irische Journalistin, die gemeinsam mit ihrer langjährigen Freundin Sarah Breen den Character Aisling erschaffen hat. Ihre Aisling-Storys teilen sie seit 2006 auf der von ihnen erstellten Facebook-Site »Oh My God, What a Complete Aisling«. 10 Jahre später veröffentlichten die beiden ihre gesammelten Aisling-Storys als Roman und schufen damit eine der erfolgreichsten irischen Romanfiguren der letzten Jahre.

Quelle: bold Verlag

Vielen lieben Dank an den bold Verlag für dieses Rezensionsexemplar.