Hallo meine Lieben,
Ich hatte die große Ehre Katrin ein bisschen auf den Zahn fühlen zu dürfen und konnte so ein bisschen meine Neugier bezüglich des Buches befriedigen, denn beim Lesen hatte ich so einige Fragen ... Ihr bestimmt auch und vielleicht habe ich ja genau die Richtige gestellt ... also los geht es:
Du schickst Nina und Tom ja nach Cornwall, und da diese Gegend auch für die Rosamunde-Pilcher-Romane immer als Vorlage dienen, wollte ich mal wissen, wie viele Romane du von der Autorin kennst? Oder schaust du lieber die Filme? (Übrigens mal unter uns, ich habe zum Schulabschluss „Die Muschelsucher“ bekommen und fand diese Geschichte wirklich toll :-))
Ich habe bestimmt schon ganz viele von ihnen im Fernsehen gesehen (meine Tochter ist Fan von Inga-Lindström- und Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen, weil da fast immer Pferde vorkommen), aber gelesen habe ich … Asche über mein Haupt … tatsächlich noch kein einziges Buch von ihr. In Cornwall ist sie aber allgegenwärtig. Es gibt kaum eine Sehenswürdigkeit, die nicht Schauplatz in einem ihrer Romane war. Reiseveranstalter bieten sogar Touren an, die ausschließlich auf die Schauplätze ausgerichtet sind.
... und wo ist das Pferd? :-)
Deine weibliche Hauptfigur Nina, ist ja auf dem ersten Blick die typische Frau aus der Modezeitschrift, dünn, modebewusst, sie wirkt etwas oberflächlich und kennt sich bestens in der Klatschpresse aus. Wie trittsicher bist du denn in der Welt der Reichen und Schönen? Gibt es Zeitschriften, die du nicht nur beim Friseur liest? Vielleicht gibt es sogar ein Abo?
Ich hatte vor über zehn Jahren mal die Glamour abonniert, aber nur weil ich dadurch so einen tollen Puder von Revlon mit Bronze-Perlen bekommen habe, auf den ich ganz scharf war. Wenn ich beim Arzt bin, schnappe ich mir auch sofort eine Zeitschrift, um mich mit Klatsch und Tratsch zu versorgen. Zu Hause auf dem Sofa dagegen würde ich die Gala nie lesen, da lese ich in meiner eh schon knapp bemessenen Zeit lieber Bücher. Da ich nicht ständig zum Arzt oder zum Friseur gehe, ist mein Prominentenwissen also eher nicht so ausgeprägt.
Immer wenn ich dich treffe, bist du wahnsinnig hübsch gekleidet und scheinst darauf viel Wert zulegen. Gab es aber schon mal ein Modefauxpas? Woran du heute noch mit Schrecken zurückdenkst?
Erst einmal: Vielen Dank für das Kompliment. Wenn ich in der Öffentlichkeit stehe, gebe ich mir natürlich große Mühe. Und vor den Buchmessen gehe ich immer shoppen bis die Kreditkarte glüht. Das kann ich mir leisten, denn den Rest vom Jahr kaufe ich quasi nix, weil mir das Einkaufen lange nicht mehr so viel Spaß macht wie früher. Ich werde alt … Und weil meine Arbeitskleidung (zumindest wenn mein Mann morgens nicht da ist) aus einer mittlerweile relativ großen Kollektion von Sweathosen und -jacken besteht. In diesem unglaublichen Sommer war sie auch häufig ein Bikini, weil ich fast nur auf der Terrasse geschrieben habe (unverschämt, nicht wahr? ;))
Immer wie aus dem Ei gepellt und stylish ;-)
Und zur zweiten Frage: Das Alter zwischen elf und vierzehn war ein einziger großer Faux-Pas. Ich hatte eine Fokuhila-Frisur (Anmerkung: Sehr beliebt in den Achtzigern, vorne kurz, hinten lang, uaaaah), eine rosa Brille, eine Zahnspange mit Glitzerpartikeln, einen Hang zu Schulterpolstern …. Das Foto ist leider keine Ausnahme, sondern Standart. Noch Fragen?!

Ich finde ja das es verzeihbar ist ;-)
Du hast ja das Talent deine Figuren, so wie im „Mondscheinblues“ Nina, nach außen hin gern ein bisschen leicht, oberflächlich oder zickig darzustellen und lässt uns erst später hinter die Fassade schauen. Was ich finde, deine Geschichten so ausmacht, aber welche schlimme Eigenschaft hast du denn?
Ich bin ziemlich unpünktlich, weswegen Menschen, die pünktlich sind, mir den Schweiß auf die Stirn treiben – ich bin nie fertig, wenn sie kommen oder wohin wollen. Außerdem ist mir ziemlich viel einfach egal – was ich persönlich als eine sehr gute Eigenschaft empfinde, weil ich Korinthenkacker überhaupt nicht mag -, aber in meinem Umfeld kommt diese Laissez-Faire-Einstellung nicht immer so gut an.
Tom ist ja Musiker und Nina macht ja den Fehler zuerst von einer Boygroup auszugehen, zum Entsetzten von Tom, aber mir kam gerade da der Gedanke, für welche Musikerinnerung schämst du dich am meisten? Welches Plakat oder CD wurde später verbannt?
Als ich 13 war, musste mein Vater gleich zweimal mit meiner Freundin und mir zu einem New-Kids-on-the-Blog-Konzert fahren. Der Arme! Ihm sind die Stofftiere nur so um die Ohren geflogen und das Gekreische war wohl kaum auszuhalten. Aber ich schäme mich nicht dafür. Das Einzige, was ich im Nachhinein wirklich gerne anders machen würde, war mein furchtbarer Kleidungsstil zu dieser Zeit, hehe. (s. Frage 3)
Ich habe ja New Kids on the Block übersprungen und bin direkt Take That Fan gewesen, wie heute!
Natürlich stellt Tom klar, dass er Rockstar ist und richtige Musik macht! Wer war denn für diesen Charakter Vorbild? Welcher Rockstar ist dir beim Schreiben durch den Kopf gegangen oder durch deine Träume gerockt?
Wenn Tom eine Stimme hätte, dann wäre es die des Frontsängers von Selig. Den Song „Ohne dich“ habe ich beim Schreiben wohl eine Million Mal angehört. Vom Aussehen her hatte ich immer den Schauspieler Tom Beck im Kopf (der übrigens auch Musik macht). Ich habe ihn im letzten Jahr in der deutschen Weihnachtskomödie „Alles ist Liebe“ gesehen. Darin spielt er einen Schauspieler, der durch eine Wikingerrolle in Hollywood berühmt geworden ist, und er trägt darin einen Vollbart, was ich – obwohl ich nicht so der Bart-Fan bin, an ihm echt hot fand. Am Ende des Films bekommt er ihn abrasiert – und ich war total enttäuscht, weil Tom Beck ohne ihn so glatt ausgesehen hat. Als meine Korrektorin Doro mir kurz darauf erzählte, dass metrosexuelle Männer out seien und dass lumbersexuell jetzt in ist (ich musste das Wort erst googeln), war Tom geboren.
©Bildlizenz für verwendete Bilder liegen bei Katrin Koppold
Übrigens liebe ich auch immer noch diesen Hammer-Song "Ohne dich" ... die Stimme ist genial!
Die Band vom Tom hat ja in einer Castingshow gewonnen, wie stehst du zu den vielen verschiedenen Formaten? Ich bin ja gar kein Fan davon und die Gewinner verschwinden ja auch immer wieder schnell, aber die Masse schaut ja immer gern die Shows, du auch?
Ich habe vor dem Buch länger mit dem Sänger Akay telefoniert, der früher in der Popstars-Band „Overground“ mitgesungen hat, ich habe das Buch von Markus Grimm und Martin Kesici gelesen (Sex, Drugs and Castingshows), mich mit Leuten von Pro 7 unterhalten und im Internet über Max Giesinger und das Comeback der No Angels gelesen. Aus all diesen Berichten habe ich versucht, ein möglichst objektives Bild von Castingshows zu gewinnen. Ich wollte sie nicht vollkommen verteufeln, aber doch deutlich aufzuzeigen, was das Geschäft mit den Träumen bei einigen Teilnehmern anrichtet. Ich selbst sehe mir ganz gerne Castingshows an (wobei ich ja echt kaum noch Fernsehen schaue), aber nur diejenigen, bei denen die Teilnehmer nicht der Lächerlichkeit preisgegeben werden Dieter Bohlen ist für mich ein absolutes No Go, und ich kann über seine Sprüche überhaupt nicht lachen.
Ich wusste gar nicht, dass es ein Buch dazugibt ...
Der erste Kuss im Roman ist ja immer etwas ganz Besonderes für uns Leser, aber wie war denn deiner mit deinem Mann? Auch so wundervoll romantisch?
Ich denke, bei Nina und Tom war es romantischer ;). Unser erster Kuss ist an Fasching passiert. Eigentlich waren wir nur gute Freunde, die mit einer ganzen Gruppe zusammen ausgegangen sind. Weil die Musik im Saal so laut, habe ich zu später Stunde zu mir heruntergezogen (er ist viel größer als ich), um ihm etwas ins Ohr zu flüstern. Dazu ist es allerdings nicht gekommen, weil ich ihn stattdessen geküsst habe. Und er mich auch. Eine also eher spontane Aktion, die uns beide sehr überrascht hat – vor allem in Hinblick auf die weitreichenden Folgen :-).
Wie sieht im Hause Koppold eigentlich ein romantischer Abend aus? Ist dein Mann auch Vorbild für deine Büchermänner? Oder spielt ihr manche Szenen nach?
Romantische Abende im Hause Koppold finden in der Regel ausschließlich außerhalb statt. Wenn wir weggehen, im Urlaub, zu Hause steht der Alltag einfach so oft im Weg. In Form einer Mail, eines Korbs Wäsche. Seit die Kinder größer sind, versuchen wir alle zwei Wochen zusammen aus zu gehen (ins Kino, zum Essen, letzte Woche waren wir auf einem Basketballspiel des FC Bayern), was ich immer sehr genieße.
In jedem meiner Büchermänner steckt ein Stück von meinem Mann. (Außer in Tom, wenn ich so drüber nachdenke. Da fällt mir spontan keine Parallele ein.) Genauso wie in jeder Hauptfigur ein Stück von mir steckt.
Einmal habe ich ihn dazu überredet, mit mir eine wirklich harmlose Szene aus „Zeit für Eisblumen“ nachzustellen, danach meinte er allerdings, dass er sich nun immer fragt, ob ich innerlich mitschreibe. Deshalb habe ich das ganz schnell wieder sein gelassen. Obwohl er mir damals echt geholfen hat. ;)
Was war das peinlichste Erlebnis in einer Liebesbeziehung bei dir? Oder Missverständnis? Verarbeitest du so was auch in deinen Büchern?
Ich verarbeite viel von dem, was mir passiert ist, in meinen Büchern. So auch leicht verfremdet diese Anekdote (in „Aussicht auf Sternschnuppen“): Mit neunzehn wurde ich von meinem damaligen Freund für ein Mädchen aus unserer Clique verlassen. Und kurz darauf kamen beide auf eine unserer Oberstufenpartys, was ich damals echt unverschämt fand, da niemand von ihnen auf unsere Schule ging. Als sie gemeinsam auf der Tanzfläche standen und miteinander turtelten, war ich darüber so erbost, dass ich die Bierflache, die ich in der Hand hielt, nach der neuen Freundin warf – danach habe ich mich auf den Boden geworfen und bin weggekrabbelt (in dem Lokal, in dem wir damals immer feierten, vermieden wir es sogar, Getränke aus Gläsern zu bestellen, so schmuddelig war es dort). Zum Glück habe ich nicht getroffen, weil ich eine miserable Werferin bin, aber bemerkt haben die beiden das Geschoss schon. Und sie haben es meinem besten Freund Marco zugeschrieben, der kurz zuvor noch neben mir gestanden hatte und meine Bierflaschen-Attacke fassungslos beobachtet hatte. Dieser Aktion sind übrigens auch unzählige sehr sehr peinliche Rückeroberungsversuche voraus gegangen. Bei denen ich den armen Marco und meine Freundin Nadine oft auch als Helfer eingesetzt hatte. Aber über diese haarsträubenden Dinge breite ich lieber den Mantel des Schweigens aus. Nur so viel: Nadine, Marco und ich sind seit der Grundschule befreundet und ich rechne es ihnen heute noch hoch an, dass sie mir auch in dieser Zeit treu geblieben sind.
Das waren sie, meine Fragen und ich danke dir liebe Katrin für die tollen und persönlichen Antworten, es hat mir mega Spaß gemacht. Allein beim Lesen dieses wunderbaren Romanes, sich direkt dazu was einfallen zu lassen, hat das Lesevergnügen bei mir nur noch vergrößert ...lach... Nun, hoffe ich natürlich sehr, dass ihr, meine Lieben, beim Lesen der Antworten genauso viel Freude hattet und eure Neugier aufs Buch noch größer geworden ist, denn dann habe ich noch was für euch, oder besser Katrin:
Auf jeden Blog dieser Tour gibt es dieses tolle Paket zu gewinnen und was müsst ihr dafür tun? Meine Frage beantworten und unter dem Post kommentieren, bitte gebt auch eine E-Mail Adresse an ...
Frage: Wann fand der erste Kuss von Katrin und ihrem Mann statt?
Die Bedingungen: Das
Gewinnspiel läuft bis zum 03. November um 15 Uhr. Wer bis dahin
teilgenommen hat, wandert automatisch in den Lostopf. Ausgelost wird
dann mit random.org, der Gewinner wird benachrichtigt, sofern er eine E-Mail Adresse hinterlegt hat. Mitmachen kann jeder
Leser aus Deutschland. Werbung ist nicht
notwendig, jedoch natürlich erlaubt. Die Teilnehmer müssen 18 Jahre alt
sein. Andernfalls brauche ich die Einverständnis eurer Eltern. Der
Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns nicht
möglich. Ich übernehmen keine Garantie für den Versand, falls das Buch auf dem Postweg verloren geht. Mit eurer Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden.
Ich wünsche euch viel Glück!
Ganz liebe Grüße
Eure, die Daumen drückende, Sharon