Montag, 22. Juli 2019

Rezension: Tess Sharpe * River of Violence

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: bold
ISBN-13:
978-3423790451
Preis: 14,90 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: März 2019
Übersetzer: Beate Schäfer 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Harley ist die Tochter eines Drogenbarons und ihr ganzes Leben dreht sich um Macht, Gewalt und Rache. Ihr Vater ist der Größte im Schmuggeln von Waffen, von Meth kochen und von Töten von Männern, die sein Imperium bedrohen. Seine Tochter wächst in dieser Umgebung auf und lernt jeden Tag mehr vom System dazu, denn sie wird als seine Nachfolgerin gehandelt. Deshalb arbeitet sie für ihren Vater und muss sich in der harten Welt ständig bewähren. Aber auch die Gegenseite vom Fluss, die Springfield Familie schläft nicht und macht ihnen das Leben schwer. Der Konkurrenzkampf nimmt immer mehr zu und die Revierkämpfe kosteten schon einige Leben und mitten drin muss sich Harley entscheiden. Will sie das weiter machen? Will sie in die Fußstapfen ihres Vaters treten? Oder doch lieber für ein Leben in Freiheit kämpfen?

Meinung:
Harter Stoff, starke Frauenrolle und eine absolute Knallerstory, klingt nach meinem Beuteschema und so musste River of Violence bei mir einziehen. Mein erster Bold Titel aus dem ersten Programm, vom dtv Verlagsimprints und dann auch ein schonungsloser Thriller. Meine Erwartungen waren hoch und ob sie erfüllt wurden, erzähle ich euch nun.

Harley ist die Hauptprotagonistin und erzählt immer abwechselnd aus der Vergangenheit ihres Lebens und der Gegenwart. Somit erfahren wir als Erstes, das sie mit acht miterlebte, wie ihr Vater jemanden umbringt. Mit dem Tod ihrer Mutter hat ihr unschuldiges Leben ein jähes Ende genommen. Sie erfuhr nämlich da, dass ihr Vater nicht einfach nur der liebe Daddy ist, sondern einem ganz speziellen Handwerk nachgeht und das er nun auf Rache sinnt. Somit wächst Harley in einer Welt aus Gewalt, Rache und Härte auf. Wenn sie überleben will, muss sie härter als die Männer in ihrem Umfeld sein und ihre Rolle so gut spielen, das man sie entweder unterschätzt oder sich vor ihr fürchtet. Der Familienname McKenna muss ein Ausdruck des Schreckens sein. So erzieht Duke seine Tochter, mit äußerst fragwürdigen Methoden und mit einer knallharten Hand. Aus Harley wird ein zweiter Duke, ein anderes Leben soll ihr nicht vorbestimmt sein, aber Harley schmiedet andere Pläne.

Der Titel ist hier wirklich Programm und es erwartet einen ein Strudel aus schonungsloser Gewalt. Am Anfang schockiert es einem extrem, macht Gänsehaut und ist für sensible Leser nicht geeignet. Ich hatte wirklich das Gefühl, hier trifft Sons of Anarchie auf Breaking Bad, entschuldigt den Vergleich, aber die Familiendynamik und die Entwicklung, könnten auch von dort sein. Ein Clan, der alles beherrscht und dann läuft etwas aus dem Ruder und die Welt sieht rot. Absolut schonungslos, hart, packend und leider auch abstumpfend, denn es wird bei über 500 Seiten einfach viel und man kann die Gewalt gar nicht mehr an sich ran lassen.

Tess Sharpe ist wohl auch in solch einer Gegend aufgewachsen und das merkt man ihrer Beschreibung an, diese wirkt authentisch, realistisch und man nimmt ihr die Geschichte voll ab. Die Presse hat das Buch hochgelobt und die Booklist nennt es meisterhaft, das kann ich jetzt für mich nicht sagen, denn das würde auch zum ganzen Konzept nicht passen. Tess Sharpe nimmt eine direkt Sprache und geht mit dem Leser auch hart und brutal zur Sache, das für solch einen Begriff gar kein Platz ist. Was die Autorin in meinen Augen allerdings toll hinbekommen hat, ist ihre Hauptfigur, denn obwohl sie solch eine Erziehung durchlebt hat und sich immer stark und unnahbar geben muss, lässt sie Gefühle durchblitzen. Es lässt sie nicht alles kalt, sondern sie hat auch Träume und Wünsche, die ganz normaler Herkunft sind und sie somit einfach menschlicher macht. Eine junge Frau die im Alleingang für sich kämpft und dabei sehr überrascht.

River of Viloence ist ein packender, fesselnder, aber auch harter, schonungsloser und schockierender Thriller. Der nichts für schwache Nerven ist, aber auch ein starkes Frauenbild liefert. Eine Frau, die sich der Männerwelt und all ihrer Gewalt stellt und kämpft, für sich, für Frauen und gegen böse Kerle. Sprich eine Geschichte, in der mehr steckt, als der Schein uns erzählen mag. Eine Geschichte, die auf emotionaler Ebene reinhaut und auch überrascht. Wer harte Serien mag, wird dieses Buch gern lesen.
 
Henry und ich mögen solche abgefahren Storys und deshalb gibt es trotz der kleinen Längen die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:


Tess Sharpe, Tochter einer Punkrock-Mutter, geboren in einer Berghütte, wuchs im ländlichen Norden Kaliforniens auf, der Gegend, in der auch ihr Roman spielt.
Jetzt lebt sie irgendwo in der tiefsten Provinz mit einem Rudel Hunde und einer stetig wachsenden Kolonie an verwilderten Katzen. ›River of Violence‹ ist ihr erstes belletristisches Buch.

Quelle: bold Verlag

Vielen lieben Dank an den bold Verlag für dieses Rezensionsexemplar.


Freitag, 19. Juli 2019

BÜCHERPOST im Juni ...

Hallo meine Bücherhochstapler,

die Zeit verfliegt mir gerade viel zu schnell und dazu diese ganze Seriensucht, lässt mich einfach nicht wirklich viel lesen. Aber sagen wir es ehrlich, Bücher einziehen lassen kann ich trotzdem. Ich gebe mir zwar extrem Mühe, es zu begrenzen, aber manchmal überkommt es mich einfach. Deshalb sind es doch einige Bücher geworden, aber das muss doch so. Findet ihr doch auch, oder? Also schauen wir uns doch mal die Ausbeute an:

 
 
Dexter hat mega Platz, aber keine Lust auf Fotos ;-)


 

Hier ist mein Vea Kaiser Stapel. Nachdem ich mit großer Begeisterung ihren dritten Roman "Rückwärtswalzer" gelesen hatte, war ich so entzückt, dass ich unbedingt auch ihre anderen Bücher haben musste. Ja, ich weiß, das ist typisch irrer Büchersammler, aber solche unterhaltenden und klugen Bücher muss der Haushalt besitzen, zumindest der bei den Bakers. Somit durften, ihr Debüt "Blasmusikpop" und ihr Zweitling "Makarionissi" einziehen. Übrigens kommt die Autorin dieses Jahr noch in meine Stadt und es könnte sein, das der Mann schon Karten zurücklegen lassen hat.


 

Das ist mein Diogenes Stapel. Joey Goebel musst einfach einziehen, weil seine Lektorin Anna von Planta so von diesem Autor schwärmt. Da ich Vincent auf der LitBlog Convention mitnehmen durfte, sind nun auch noch "Heartland" und "Ich gegen Osborne" im neuen zu Hause angekommen. Diese Lektorin hat auch Martin Walker unter ihre Fittiche und diesen mag ich ja eh schon sehr gern und nun ist auch Teil 9 "Grand Prix" auf den Stapel mit oben auf gehüpft. "Stille Wasser" ist mein jährlicher Commissario Brunnetti kauf. Einmal im Jahr Venedig, das muss sein. Oder? Hübsch sieht der Stapel aus, so schön schlicht ...


 

Hier ist mein Urlaubsstapel. Es ist so schade, dass ich hier schon die Vergangenheitsform nutzen muss, aber der Jahresurlaub ist schon vorbei. In der ersten Woche haben wir eine kleine Rundreise gemacht und Freunde besucht, erst München und dann Dresden. Tja, und in Dresden haben wir eine tolle Tour mit unseren lieben Patrizia unternommen. Dabei hat sie uns ihren Hood gezeigt und ganz klar, einen Buchladen mit Katze. Dort meinte sie, ich muss mir unbedingt ein Buch kaufen, so als Andenken. Bei der großen Wahl, hat man natürlich die Qual, aber hey Dresden, was würde besser passen als ein Buch von Erich Kästner und da ich mich nicht entscheiden konnte, kamen die beiden Bücher mit, stilecht im Katzenbeutel. "Das fliegende Klassenzimmer" und "Als ich ein kleiner Junge war".


 

Ein Stapel mit Lieblingsautorinnen. "Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte" ist von der wunderbaren Anne Freytag und ich liebe ihre Bücher. Diese Geschichte ist hier keine Ausnahme und sie ist einfach die Frau für ganz große Gefühle. Meine Rezension steht auch schon. Hier könnt ihr reinlesen. "Das Labyrinth des Fauns" ist von der großartigen Cornelia Funke und sie lässt durch ihre Worte eine Atmosphäre erblühen, die einen in die Geschichte einsaugt und verzaubert. Das Buch lese ich gerade und danach werde ich mir den Film anschauen, jawohl, so mache ich das.

 

Ein Stapel mit überraschenden Büchern. "Der Gesang der Flusskrebse" ist mir angeboten worden und ich muss sagen, der Inhalt klingt sehr vielversprechend und dann auch noch große Worte als Buchempfehlung, wie Reese Witherspoon und The New York Times, wie soll ich da widerstehen. Ein Debüt was wohl unter die Haut geht. "Hinterhaus" ist eine Geschichte, die in Berlin spielt und die dunkle Vergangenheit von Ost-Berlin aufgreift. Wir durften damals zur Premiere Lesung nach Köln zum Bastei Lübbe Verlag und es war ein richtig toller Abend. Eine sympathische Autorin, tolle Beköstigung, Feuerwehralarm und eine richtig gute Stimmung hatten wir dort. Nun bin ich sehr auf das Buch gespannt.


 

Hier ist mein KiWi Verlags Stapel, die haben ein Hammer Herbst Programm und da sind so tolle Buchtitel bei. "Otto" hat nicht nur ein ziemlich cooles Cover, sondern ist eine Familiengeschichte, wo ein tyrannisches Oberhaupt pflegebedürftig wird und es seinem Lieben zur unmöglichen Aufgabe macht, ihn zu pflegen. Eine Hölle für seine Töchter. "Ein Hummerleben" ist auch eine Familiengeschichte, über den Niedergang eines Hotels in den Bergen. Hier gibt es Licht und Schattenseiten eines Idylls und je älter der Protagonist wird umso mehr treten die dunklen Zeiten ans Tageslicht. Ich fand, das klingt richtig toll und freu mich schon sehr auf diese Reise.


Nun ist der Streifzug, durch meine Juni Neuzugänge schon vorbei und sind das nicht tolle Bücherschätze. Dieser wilde und bunte Mix wollte hier unbedingt einziehen und ist herzlich willkommen. Leider habe ich bis jetzt nur eins davon gelesen, da meine Zeit noch sehr von Serien beansprucht wird. Aber es werden auch wieder andere Zeiten kommen und das Zweite ist ja schon in arbeit. Wie sah denn euer Juni aus? Ist eins meiner Bücher vielleicht auch bei euch eingezogen? Und welches möchtet ihr am liebsten sofort lesen? Auch, Bücher sind was Feines. 

Ganz liebe Grüße
Eure, schon wieder Urlaub haben könnende, Sharon

Mittwoch, 17. Juli 2019

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Buchromantiker,

wir hatten in den letzten Wochen so viele Fantasytitel, oder Spannungsbücher auf dem Blog, das es doch mal wieder Zeit wird, für ein Buch, was zu Herzen geht. Diese Autorin ist jetzt schon ein Jahreshighlight der Gefühle für mich und ich freu mich so immens. Julia Fischer kann einfach wunderbare Geschichten schreiben und ich finde jeder, der Liebesgeschichten mag, sollte von ihr ein Buch im Regal haben. Ihre Bücher sind nämlich nicht nur romantisch, sondern erzählen immer noch eine ganz andere tiefgehende Geschichte. Sozusagen eine Geschichte in der Geschichte, aber schaut doch mal selbst:
 

Der Geschmack unseres Lebens
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 02.09.2019

Edle Pralinen, ein Familiengeheimnis und eine bezaubernde Liebe:
ein Roman für alle, die Italien und den Duft von Schokolade lieben

Die Haselnussplantage ihrer Familie in den Hügeln von Alba ist Ellas ganze Welt. Sie ist erst fünf, als ihre Mutter stirbt und ihr nur ein altes, selbstverfasstes Pralinenrezeptbuch hinterlässt.
Dieses Rezeptbuch enthält die Geschichte eines Lebens in Gramm und Millilitern - und den Anfang eines Traums.
Als Ella ihr Zuhause verliert und in der historischen Altstadt eine Chocolaterie eröffnet, taucht ein Fremder bei ihr auf, der gegen ihren Willen eine leise Unruhe in ihr weckt. Ist dies aber der richtige Zeitpunkt, sich zu verlieben? 


Italien ist meistens der Ausgangspunkt ihrer Bücher und nachdem wir in Düften geschwelgt haben und dem Zauber der Stoffe verfallen waren, kommen wir nun zur Schokolade. MMMMHHHHHH! Ich liebe Haselnuss. Aber habt ihr schon die leichten dunklen Töne im Klappentext erkannt, das klingt nach einen viel ernsteren Stoff und ich bin sehr neugierig, was sie uns wieder erzählt. Also ihr Lieben, ich kann es euch nur jetzt schon ans Herz legen und freue mich schon sehr darauf es endlich in den Händen zu halten. Das muss ich nämlich unbedingt lesen. Kennt ihr schon ein Buch der Autorin? Ist das Buch schon auf eurer Wunschliste gelandet? Und wer kann schon einer guten Liebesgeschichte widerstehen?

Ganz liebe Grüße
Eure, September ist mein Geburtstagsmonat, Sharon

Montag, 15. Juli 2019

Rezension: Nikola Scott * Das Leuchten jenes Sommers

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Wunderlich
ISBN-13: 978-3805200387
Preis: 20,00 EUR
E-Book: 14,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: April 2019
Übersetzer: Nicole Seifert 

 
Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt: 
Zwei Frauen, zwei Leben auf unterschiedlichster Art und doch mit verschlungenen Schicksalen. Im August 1939 kann es Maddy kaum erwarten, dass ihre große Schwester zurück auf das idyllische zurückgelegene Anwesen in Cornwall zurückkehrt. Ihrem Summerhill, ihrem Zuhause und ihrer heilen Welt, aber der Krieg droht immer näher zu rücken. Georgiana kehrt aber nicht alleine zurück, in ihrem Kielwasser befinden sich einige Freunde, die sie von ihrer Reise mitbringt und ihren neuen Freund Victor. Maddy weis nicht was sie davon halten soll und findet die Art von Victor zunehmend unangenehmer. Siebzig Jahre später bekommt Chole einen Fotografenauftrag, der sie nach Summerhill führen soll. Eigentlich kommt der Auftrag nicht gelegen, ihr Mann ist dagegen und sie erfährt, dass sie schwanger ist. Das ist ja sonst ein Grund zur Freude, aber in Choles Leben läuft nicht alles so, wie es sein soll und so stürzt sie sich doch in den Auftrag und kommt in Summerhill einem Geheimnis näher, was Jahrzehnte zurückliegt. Kann Chole es entschlüsseln? Was ist damals auf dem Anwesen passiert? Und wird es für Chole einen neuen Ansatz im Leben geben?

Meinung:
Das Leuchten jenes Sommers ist nun der Zweitling von Nikola Scott und wurde sehnsüchtig von mir erwartet. Sonst bin ich nicht so der Familiengeheimnisleser, aber mit ihrem Debüt konnte mich die Autorin voll um ihren Finger wickeln und hat mich schwer begeistert. Nun ist es also da und ich freu mich, in die Geschichte abzutauchen, wie es mir gefallen hat, erzähle ich euch nun. Ach, eins noch, großes Kompliment an den Verlag, das Cover ist ein Traum.

Die Geschichte wird wieder auf zwei Ebenen erzählt, nämlich einmal in der Vergangenheit, wo Maddy uns ihre Geschichte als junges Mädchen erzählt. Sie liebt ihr Summerhill, aber hat auch schon einige Schicksalsschläge einstecken müssen. So hat sie ein dramatisches Erlebnis beim Tod ihres Vaters erlebt und beim Wiedersehen mit ihrer Schwester, gerät ein Pilot ins straucheln und stürzt bei den Klippen vorm Anwesen ab. Für die 16-jährige Maddy Drama pur und nun bringt ihre Schwester auch noch eine Horde verwöhnter reicher Besucher mit. Schnell merkt man, dass die beiden Schwestern unterschiedlich sind und beide eigene Vorstellungen vom Leben haben. Während Maddy Summerhill nie verlassen möchte, ist für Georgiana das Haus und das Land eine Last und sie will lieber Reisen, feiern und das Leben genießen. Sie musste die Rolle von der großen Schwester zur Mutter übernehmen und ist dem Druck einfach nicht gewachsen. Irgendwie möchte sie das ihrer jungen Schwester klar machen, aber als auch noch Victor seine Runden um die Schwestern läuft, passiert etwas ganz Unvorhergesehenes.

Chloe hat alles, was sich eine Frau wünschen kann, ein großes Haus, einen Arzt als Mann und bekommt jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Der einzige Haken ist, sie darf nichts allein entscheiden, muss sich um ihren Mann kümmern und gibt ihre Selbstständigkeit total auf. Für eine Frau, die sich um ihren schwer erkrankten Bruder kümmern musste, sich mit ihrer Kamera immer selbst alles finanziert hat und deren das Leben immer schwer auf die Schulter gedrückt hat, war diese leidenschaftliche Liebe ein Genuss. Endlich jemanden der ihr half, der sich um sie kümmerte, bis es zur völligen Selbstaufgabe kommt. Nun wacht Chloe aus diesem immer erdrückender werdenden Spirale auf und als sie erfährt, dass sie schwanger ist, hat sie mehr Panik, als Vorfreude. Die Anzeichen, das ihr Mann alles übernimmt, tritt immer mehr hervor und die Wahrheit lässt sich nicht mehr verschleiern. Chloe ist eine Gefangene in ihrem eigenen Leben und dann kommt dieser Anruf und die Chance etwas für sich zu tun.

Nikola Scott hat ein unglaublichen Potenzial einen in einen Lesesog zu ziehen. Man fängt an zu lesen, taucht in die Geschichte, will immer mehr über die Figuren erfahren und rast so durch die Buchseiten. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen, zu genießen, vor Spannung die Luft anzuhalten und einfach mitzufiebern. So macht sie aus dem dicken Schmöker ein viel zu kurzes Buch, zumindest ging es mir so. Man freute sich so immens es aufzuschlagen und weiterzulesen und am besten hat man einfach Zeit es an einem Stück zu verschlingen, denn man kann einfach nicht aufhören.

Auch ihre zwei Frauenfiguren waren wieder einfach sympathisch und gingen ans Herz. Die junge Maddy, die noch ganz unbedarft ist und trotzdem ein gutes Gespür hat. Sie liebt ihre Welt und möchte sie beschützen, ist aber auch bereit zu kämpfen. Einfach toll beschrieben und diese Entwicklung mit Victor einfach richtig gut gelungen und lies bei den Szenen eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Aber schlimmer war es bei Chloe, diese Gefangennahme ihres eigenen Lebens war so schrecklich mit zu erleben und lässt einen vor innerlichen Wut zittern. Der Schein nach außen, von einer heilen Welt und im inneren die Hölle auf Erden. Wie eine Beziehung sich verändern kann, wie Gewalt in einer Ehe aussieht und den langsamen Sog nach unten ist so gut dargestellt, dass man sich fragt, wie sieht es bei meinem Nachbarn so aus. Somit hat Nikola Scott wieder eine Geschichte erschaffen die einen berührt und mitnimmt, die wichtig ist und ernste Themen aufruft.

Das Leuchten jenes Sommers ist eine Geschichte über den Kampf um Liebe und zu sich selbst stehen. Fesselnd, emotional und kämpferisch.
 
Henry und ich waren total gefangen zwischen den Buchseiten und dafür gibt es die vollen Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:


Nikola Scott ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Nach dem Studium arbeitete sie jahrelang in verschiedenen Verlagen in Großbritannien und den USA. Sie lebt inzwischen mit ihrer Familie in Frankfurt. Bei Wunderlich erschien von ihr bereits "Zeit der Schwalben".

Quelle: Rowohlt Verlag

Weitere Bücher der Autorin:

https://www.rowohlt.de/hardcover/nikola-scott-zeit-der-schwalben.html

Vielen lieben Dank an den Rowohlt Verlag für das  Rezensionsexemplar.

Freitag, 12. Juli 2019

Rezension: Ivo Pala * Ein Fall für Fuchs & Haas: Mord im Dünenhaus

Taschenbuch: 225 Seiten
Verlag: Selfpublishing
ISBN-13: 
978-1096124887
Preis: 9,99 EUR
E-Book: 2,99 EUR
Reihe: 5. Fall
Erscheinungsdatum: Mai 2019
 
 
 
 
Inhalt:
Bodo Fuchs und Gisa Haas werden zu einem Tatort gerufen. In einem Haus an den Dünen wurden nämlich zwei leblose Körper gefunden, den von einem Mann und einer Frau. Das große Rätsel ist nun, war es Selbstmord oder Mord? Da das noch nicht ganz klar ist, nehmen die beiden Ermittler die Untersuchung auf. Dabei geraten sie in einen waren Strudel aus Gier, Betrug und Intrigen. Je weiter sie erforschen und je mehr Personen sie vernehmen, umso größer werden die offengelegten Geheimnisse. Jeder bekommt somit ein Motiv, jeder hat was zu verbergen und jede Antwort bringt sie auf eine neue Spur mit noch mehr Fragen. Wer also ist hier der Mörder? Können Fuchs und Haas den Täter dingfest machen? Und schaffen Sie es bevor noch etwas passieren kann?

Meinung:
Der fünfte Fall meiner liebsten Ostsee Krimi Reihe, na ja, ich lese eigentlich regional von dort nur diese, aber damit bin ich extrem glücklich. Eine Reihe mit Humor, Spannung und ganz ganz viel Charme. Somit ist es kein Wunder, das ich auch diesen Fall lesen musste, ob ich wieder auf meine Kosten gekommen bin, erzähle ich euch nun.

Eigentlich brauch ich euch gar nichts Neues mehr zu den Personen sagen, oder? Bodo Fuchs, ein gestandener Mann, der das Herz am rechten Fleck hat und somit leider nicht immer mit der Gleichberechtigung mitkommt und von seiner Kollegin als Neandertaler abgestempelt wird. Dabei ist er doch nur zuvorkommend mit dem weiblichen Geschlecht. Sein Magen ist seiner würdig und wird aufs Beste verwöhnt. Nur hat sich gerade seine Lebenssituation ein bisschen verändert, er lebt gerade auf dem Campingplatz und möchte eine Band gründen.

Gisa Haas schreibt weiter an ihren Romanen und hat ein Tete a Tete, was zwischen der Zusammenarbeit mit ihrem Kollegen für Unruhe sorgt. Somit ist es zwischen Fuchs und Hass etwas angespannt und sie sprechen über privates gar nicht mehr. Beiden fällt es nicht leicht, aber diese Gefühle sind einfach nicht einzuordnen. Somit stürzen sich beide auf den Fall und dieser ist gerade kniffelig genug, ums sie von allen abzulenken und ihre Gedanken zu filtern.

Diesmal ist der Fall nicht so spektakulär wie der Letzte, da gab es ja eine waschechte Familienfehde und Geheimnisse, die Bodo in einem ganz anderen Licht zeigen. Aber genau das tut der Serie gut, auch wieder zurück zur Normalität zu finden. Na ja, wie man eben Mord normal finden kann. Ich fand diese Verwicklungen ziemlich gut gelungen, eine tolle Mischung und jede Menge potenzielle Täter. Ein Fall der verdammt gut unterhalten hat, die Geschichte unseres Teams weiter erzählt und auch die Ostsee hat glänzen lassen. Für mich wieder Erholung pur und ich habe jede Zeile voll genossen.

Aber was ich auch mal erwähnen muss, am Ende jedes Buches gibt es Rezepte aus „Muddings Küstenküche“ und diese sind einfach zum Wasser im Munde laufen lassen. Vorab muss ich sagen, ich bin gar kein Fischesser, aber hier klingt es einfach so köstlich. In den ersten Bänden sind wir ja noch öfters bei Mudding aufgetaucht und haben geschlemmt, mit jedem weiteren Buch wird das zwar etwas weniger, aber dafür gibt es diese Rezepte und ich liebe sie, allein das Lesen macht einen glücklich.

Mord im Dünenhaus ist ein solider Fuchs und Haas Fall, der spannend und verwickelt war, aber auch wieder mit dem tollen Erzählstil von Ivo Pala glänzte. Humorvoll, warmherzig und menschlich. Ach und süchtig machend, ihr seid gewarnt.
 
Henry und ich können einfach nicht genug bekommen und dafür gibt es die vollen Bücherpunkte:
 
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Über den Autor:

Ivo Pala, in Oestrich-Winkel im Rheingau geboren, lebt heute an der Küste, wo er als Schriftsteller und Drehbuchautor für Film und Fernsehen arbeitet.  
 
Quelle: amazon  

Fuchs & Haas Reihe:
  
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1. Teil: Rezension I 2. Teil: Rezension I 3. Teil: Rezension

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4. Teil: Rezension I 6. Teil

Mittwoch, 10. Juli 2019

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherschnüffler,

heute habe ich eine Buchentdeckung oder besser gesagt eine Autorenentdeckung, die mir selbst mehr als einmal ans Herz gelegt wurden, ist. Zum einen empfiehlt mir mein Verlagskontakt bei dtv seit Jahren und sehr eindringlich, doch endlich mal ein Buch von diesem Autor zu lesen und zum anderen hat mich nun eine liebe Bloggerin nochmals angestupst und neugierig gemacht. Wir haben uns nämlich über sein neustes bald erscheinendes Buch unterhalten und ja, jetzt hat es mich gepackt und ich bin mehr als nur gespannt darauf. Warum, erzähle ich euch gleich, ich zeige euch lieber zuerst das Buch:


Long way down
Verlag: dtv
Erscheinungstermin: 23.08.2019

Will ist entschlossen, den Mörder seines Bruders zu erschießen. Er steigt in den Fahrstuhl, die Waffe im Hosenbund. Er ahnt noch nicht, dass die Fahrt ins Erdgeschoss sein Leben verändern wird. Er denkt an Menschen aus seiner Vergangenheit, und was er mit ihnen erlebt hat. Es sind Erinnerungen und Geschichten voller Gewalt, Hass, Ohnmacht und Rache. All diese Menschen sind tot. Und Will muss sich fragen, was das für sein Leben bedeutet. Als er im Erdgeschoss ankommt, ist er sich nicht mehr sicher, ob er seinen Bruder tatsächlich rächen wird, weil es »die Regeln« so wollen. Oder kann er den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen?


Jason Reynolds ist ein Autor, der schon einige Bücher geschrieben hat, mich aber noch nicht wirklich packen konnte, vielleicht liegt es an den Themen, ich weiß es nicht genau. Aber das Besondere an seinem neusten Streich ist, dass sein Buch in Versform geschrieben ist. Das macht mich ja meganeugierig! Da die Handlung in 60 Sekunden spielt und die Geschichte eindringlich und rasant den Leser vom Hocker hauen soll, hat er sich im Endeffekt für diese Form entschieden, obwohl seine Geschichte schon im Reintext vorlag. Das finde ich aufregend und am besten schaut ihr Mal in die Leseprobe. Oder ihr möchtet mehr erfahren, dann verlinke ich euch hier das Interview, was der Autor mit Sandy von Nightingale's geführt hat. Sehr interessant und ein toller Typ. Vielen Dank Sandy das du mich nochmals drauf aufmerksam gemacht hast und nun steht das Buch auf der Wunschliste und wird auf jeden Fall einziehen. Sprachliches Neuland liebe ich und Briefromane oder Versromane gibt es einfach viel zu wenige. Seid ihr jetzt auch neugierig? Oder kennt ihr den Autor schon? Wer hat es auf der Wunschliste?

Ganz liebe Grüße
Eure, sich auch überzeugen lassende, Sharon

Montag, 8. Juli 2019

Rezension: Anne Freytag * Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Heyne fliegt
ISBN-13:
978-3453271944
Preis: 16,00 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1 
Erscheinungsdatum: Mai 2019 




Inhalt:
Rosa und Frank stehen sich im einem Hostel gegenüber, fernab der Heimat, verlassen und allein in Sydney. Beide wurden von ihren Reisepartner in Stich gelassen und so hat der Zufall Schicksal gespielt und sie zusammengeführt. Beide finden sich auf anhieb sympathisch und ergänzen sich gut. Rosa, die noch nicht weiß, was sie will und Frank, der seine Zukunft fest im Blick hat. Gemeinsam beschließen sie einen Camper zu kaufen und ihre Zeit zusammen in Australien zu verbringen. Beide kommen sich sehr nah, bis auf einmal Franks bester Freund David auftaucht und alles durcheinander bringt. Frank ist sauer, Rosa ist erbost und David versteht die Welt nicht mehr. Kann solch eine Konstellation über Tausende von Kilometer überhaupt funktionieren? Sind bei drei Leuten, auf engsten Raum, nicht einer zu viel? Und welches Gefühlschaos wird uns auf dieser Reise erwarten? Australien hält seine Tore weit auf und bieten das Abenteuer ihres Lebens an.

Meinung:
Ein neuer Freytag und es frohlockt mich ungemein. Diesmal beschäftigt sich die Geschichte mit dem erwachsen werden und der Dynamik von drei Menschen auf engstem Raum. Was kann sich daraus entwickeln? Sind bei drei, einer zu viel? Was bringt ihnen dieses Abenteuer? Ich weiß, auf jeden Fall eins, nämlich megatolle Lesestunden, denn Anne Freytag ist die Königin der Gefühle und darin kann man richtig rein fallen. Ob mir nun ihr neustes Werk mit diesem genialen Titel auch gefallen hat, erzähle ich euch nun.

Rosa hatte sich diese Reise ganz anders vorgestellt, mit ihrem Freund wollte sie Australien entdecken, bereisen und sich über ihre Zukunft klar werden. Abstand vom Schulstress, der Familie und diesem ganzen Kram des Erwachsenenseins entfliehen. Tja, und dann macht dieser blöde Typ einfach Schluss. Rosa muss allein reisen, wie ursprünglich mal geplant, bloß plagen sie gerade noch Liebeskummer und Heimweh, wie soll man da, das Abenteuer seines Lebens genießen. Extrem schwierige Bedingungen und das ist für Rosa erst der Anfang. Sie lernt in Sydney, ihren ersten Stopp Frank kennen und so gleich baut sich eine perfekte Basis zu den beiden auf. Sie verstehen sich, können gemeinsam Schweigen, ohne das es unangenehm wird und es liegt da vielleicht auch Liebe in der Luft. Bis Nr. 3 der Runde auftaucht und alles kompliziert macht.

Frank wollte nie nach Australien, für ihn stand sein weiteres Lebensziel fest, aber sein bester Freund wollte nun mal unbedingt und da konnte er nicht Nein sagen. Nun musste er ohne David reisen, da dieser seine Prioritäten überdacht hat und lieber mit der Familie in Urlaub fährt. So steht er allein da und versucht einfach seinen Reiseplan abzuspielen und dann begegnet er Rosa. Für Frank ein totales Neuland, denn der sonst so ruhige und durchdachte junge Mann, reagiert zum ersten Mal in seinem Leben körperlich auf einen Menschen und das kann er nur schlecht verstehen. Er zermartert sich das Hirn, warum es so ist, und ist doch von seinen Gefühlen berauscht. Nur leider reagiert er immer so ungeschickt in den besten Situationen. Ich mochte Frank sehr gern, obwohl wir am Anfang einen kleinen Leidensweg zusammen hatten, denn es gibt in meinem Leben einen Frank und mit dem stehe ich auf Kriegsfuß, so hatte ich es echt schwer zuerst denn einen wegzuschieben, damit der Roman Frank genug Raum gekommen hat. Aber es hat sich voll gelohnt.

Der dritte im Bunde ist David, ein Kind aus gutem Hause, der nach außen seinem Ruhm als reicher verwöhnter Spross erfüllt, in dem es aber ganz anders aussieht. Er ist der absolute Charmingboy mit dem guten Aussehen und den perfekten Spruch auf den Lippen. Der, der gern auf Partys geht und den Mädels den Kopf verdreht, ohne sich am nächsten Tag an ihre Namen zu erinnern. Er macht aus unserem Duo ein Trio und das mit lebensveränderten Folgen. Bei Frank hat er was wieder gut zu machen, bei Rosa stößt er auf Granit und sie lässt ihm spüren, dass er nicht erwünscht ist. Aber diese Reise hat es in sich und so stolpern alle über ihre Gefühle und auch David muss sich öffnen, um sich selbst neu zu entdecken.

Anne Freytag lässt die Zeit nach der Schule hochleben, dieses ungewisse Gefühl, ob man sich für den richtigen Weg entschieden hat, oder ob man überhaupt schon einen Weg kennt. Dieses Pausenloch zwischen Schulkind und Erwachsenen und die ganze Last für die Zukunft. Ich glaube, jeder kann sich an das komische Gefühl im Magen erinnern, dieses was kommt jetzt, kann ich das wirklich jetzt schon entscheiden und kann ich die Tragweite dieser Entscheidung jetzt schon erkennen. Somit zieht uns die Autorin in eine Zeit, an die man sich nicht immer gern erinnert, aber die Gefühle flammen doch gut auf und allein diese melancholische Note zwischen den Zeilen hat unglaublich Spaß gemacht. Anne Freytag ist einfach ein Sprachgenie, die Gefühle auf den Punkt bringt, ohne zu vieler Worte, weil sie die richtigen trifft.

Ihre drei Figuren bringen alle einen großen batzen Last auf ihren Schultern mit und haben somit nicht nur mit der Situation zu dritt zu kämpfen, sondern auch mit sich selbst. Aber dieser Camper lässt keinen Platz für Privatsphäre und so müssen sie zusammen wachsen, sich über Gefühle und Geheimnisse klar werden damit sie daran wachsen können. Die Dynamik der drei ist wie eine Raftingtour, wild, hart und schonungslos. Die Gefühle schwappen hin und her und die Spannungen wirbeln wie ein Tornado dazwischen. Alle drei müssen über sich hinaus wachsen, sich dem jetzt stellen und es ist eine Reise, die sie ein Leben lang in Erinnerung begleiten wird und sie zusammenschweißt. Anne Freytag hat dieses Wechselbad der Emotionen verdammt gut beschrieben und ich finde sehr erwachsen gelöst, mit Reife, aber auch authentisch. Aber man schlausten fand ich ihr letztes Kapitel, ich würde sogar sagen, ein kleiner Geniestreich, was einen mit einem herrlichen Gefühl im Bauch zurücklässt.

Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte, ist eine Reise über die Liebe, der Freundschaft und das große Abenteuer des Erwachsen werden. Fantastisch gepackt in einem Camper, mit drei unterschiedlichen Figuren, die einen ans Herz wachsen und einen ungern wieder verlassen. Mitreißend, einfühlsam und ein Original Freytag.

Henry und ich lieben die Bücher von Anne Freytag und auch dieses verdient die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:

Anne Freytag hat International Management studiert und als Grafikdesignerin und Desktop-Publisherin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Erwachsenen- und All-Age-Romanen widmete. Für ihre ersten beiden Jugendbücher wurde die Autorin zwei Mal in Folge für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Für »Nicht weg und nicht da« wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2018 in der Sparte Literatur ausgezeichnet. »Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte« ist ihr neuester Roman.

Quelle: Heyne fliegt

Weitere Werke bei Heyne fliegt:

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Vielen lieben Dank an Anne Freytag und den Heyne fliegt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.