Mittwoch, 28. Juli 2021

Rezension: C Pam Zhang * Wie viel von diesen Hügeln ist Gold


Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: S. Fischer Verlag
ISBN-13: 978-3103973921
Preis: 22,00 EUR
E-Book: 14,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Juli 2021
Übersetzer*in: Eva Regul
 
 
 
 
Inhalt:
Lucy und Sam stehen vor einem Problem, ihr Vater ist tot und sie wollen ihn unbedingt nach dem chinesischen Ritual begraben, aber dazu benötigen sie zwei Silberdollars für seine Augen. Allein stehen sie nun da, verlassen und von keiner Seite kommt Hilfe, so klauen sie ein Pferd und begeben sich auf die Flucht durch die Prärie. Durch karge Gegenden, Bisonknochen, trockene Flussbetten und die unbarmherzige Sonne als Begleiter suchen sie einen Platz für ihren Ba, damit seine Seele Ruhe findet. Aber nicht nur das Finden für einen Begräbnisplatz beschäftigt die beiden, sondern auch, wo ihr Platz im Leben ist. Als Einwandererkinder ist die Ablehnung groß, das Leben hart und das Gold hat ihnen auch kein Glück gebracht. Wo also sollen sie hin? Gibt es für sie einen Platz? Und kann der Wilde Westen ihnen auch etwas geben, ohne zu nehmen?

Meinung:
Dieses Buch ist mir durch sein auffälliges Cover ins Auge gesprungen. Es klingt nach Abenteuerroman und die Mischung aus chinesischen Einwanderern und dem Wilden Westen fand ich superspannend, so musste ich dieses Buch einfach lesen. Zudem habe ich dann auch noch gesehen, dass diese Geschichte letztes Jahr 2020 zu Obamas Lieblingsbüchern zählte, also wenn das kein Omen ist, dann weiß ich es auch nicht. So erzähle ich euch nun, wie mir die Geschichte gefallen hat.

Die Geschichte wird in vier Teilen erzählt und Lucy ist hier die Hauptprotagonistin. Lucymädchen, wie sie von ihren Eltern immer genannt wurde, ist die älteste Tochter von Ba und Ma und der Einstieg in dieses Buch beginnt mit ihrem Status als Vollwaise. Sie finden ihren Ba tot auf und die Frage ist, wie können sie ihn anständig begraben, von den Bewohnern dieser Gegend können sie sich keine Hilfe erhoffen und trotzdem versuchen sie es. Die Erkenntnis, sie sind weiterhin die Außenseiter und können nichts erwarten. So beschließen die Geschwister, alles hinter sich zu lassen und die Flucht nach vorn zu wagen. Mit einer Pistole, einem geklauten Pferd, das die Kiste ihrer toten Mutter trägt mit den Überresten des Vaters. Sie kämpfen sich durch, dabei muss Lucy mit ihren zwölf Jahren gut auf Sam aufpassen, das wurde ihr immer eingetrichtert und doch fühlt sie sich dem Versagen immer ganz nah. Ihr Leben war bis dahin immer mit Verlust und Ängsten durchwoben am Rande der Gesellschaft, keiner möchte etwas mit diesen ungewöhnlich aussehenden Menschen zu tun haben, Arglist, Missgunst und Unterstellungen begleiten ihren Weg, dabei möchte Lucy nur eins, weiß sein wie alle anderen und lernen. Sie versucht unsichtbar zu werden und wünscht sich doch Teil von allem zu sein. Ganz anders ist Sam, rebellisch, wütend, stapfend und mit einem Geheimnis. Sie sind sehr unterschiedlich wie Holz und Wasser und passen trotzdem gegenseitig auf sich auf.

Während wir also Lucy kennenlernen und ihr Leben entdecken wir doch einiges, was in Unklaren bleibt, nämlich das Leben der Eltern, was sie nämlich ihren Kindern nicht ganz offen erzählen. Diese Geheimnisse werden im Laufe des Buches nach und nach aufgedeckt und führen zu bessern Verständnis. Während die Mutter aus einem Land über dem Meer gekommen ist, kennt der Vater nichts anderes als die Hügel und das schwere Leben. So prallen Träume, Wünsche und Hoffnungen aufeinander, schweißen zusammen und bauen aufeinander auf. Es ist ein hartes Leben und die Autorin beschönigt nichts.

C Pam Zhang benutzt bei ihrem Buch eine sehr eindrucksvolle Sprache, dazu das historische Setting des Wilden Westens und die Zeit der Goldgräber. Eine Zeit, wo Menschen in ein Land kommen, mit großen Träumen und mit großen Enttäuschungen wieder abziehen. Es ist ein hartes Leben und gerade auch für Einwanderer noch ungerechter. Gesetze werden gemacht wie sie wollen, Rechte werden verwehrt und die Ohnmacht ist groß. Die Autorin spricht viele Themen an, das Ausmerzen der Indianer, der Missbrauch an der Natur, das ausrotten von Tieren und Flüssen und die Bereicherung der weißen Rasse. Hart, erbarmungslos, grausam und deshalb so wichtig. C Pam Zhang erzählt sehr stark, emotional, tief gehend und bildhaft von einer Zeit, die weit zurückliegt und doch sind die Probleme immer noch gegenwärtig. Der Mensch ist immer noch oberflächlich und lernt nicht dazu.

Diese Geschichte gibt unglaublich viele Eindrücke wieder, wie fühlt man sich als Kind ohne Herkunft, wie kann man dazu gehören und wie kann ich leben, ohne Scham und Misstrauen. Mich hat dieses Buch unglaublich gepackt, manchmal musste ich aufhören zu lesen, damit ich das Schicksal der Figuren besser sacken lassen konnte und trotzdem musst ich weiter lesen. Die Autorin hat dann auch noch ein Ende geschrieben, was einfach klug, groß und passend war. Was für ein Debüt, was für eine Geschichte und was für ein reichhaltiges Feld an nachdenklichen Themen, was trotzdem unterhält und Freude am Miterleben macht.

Wie viel von diesen Hügeln ist Gold, ist ein Buch über Erkennen und Finden, über Wahrheiten und ihre Schattenseiten. Stark erzählt, beeindruckend, packend und absolut empfehlenswert. 
 
Henry und ich fanden diese Geschichte sehr beeindruckend und so gibt es die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:
 

 
C Pam Zhang wurde 1990 in Peking geboren, ist aber hauptsächlich ein Kind der Vereinigten Staaten. Sie hat bislang in dreizehn Städten gelebt und ist immer noch auf der Suche nach einem Zuhause. Zahllose Schreibstipendien wurden ihr verliehen, darunter das des renommierten Iowa Writers' Workshops. Ihre Literatur erschien u.a. in Harper's Bazaar und im New Yorker. »Wie viel von diesen Hügeln ist Gold« ist ihr Debütroman, der in den USA zur hochgelobten Überraschungssensation des Jahres wurde. Der Bestseller schaffte es sogar auf die Longlist des Booker Prize und wurde 2020 zu einem von Obamas Lieblingsbüchern. Zhang lebt zurzeit in San Francisco.
 
 
Vielen lieben Dank an den S. Fischer Verlag für das  Rezensionsexemplar.
 

Montag, 26. Juli 2021

Rezension: Alex Michaelides * Die verschwundenen Studentinnen

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Droemer Knaur 
ISBN-13: 
978-3426282151
Preis: 14,99 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Juli 2021
Übersetzerin: Kristina Lake-Zapp
 
 
 
 
Inhalt:
Mariana Andros ist Gruppentherapeutin und kämpft doch gerade mit ihrem eigenen Verlust. Vor einem Jahr hat sie ihren Mann verloren, gerade dann, als sie die Familienplanung vorantreiben wollten und nun steht Mariana allein da. Die Trauer beherrscht sie, aber dann erhält sie plötzlich einen Anruf von ihrer Nichte, die in Cambridge studiert, dort wurde eine Tote gefunden und sie befürchtet, das es ihre beste Freundin Tara sein könnte. Mariana macht sich am nächsten Tag direkt auf den Weg und kommt genau zur rechten Zeit, als sich das Befürchtete bewahrheitet. Nun fängt die Suche nach dem Täter an und Mariana beschließt zu bleiben, zu beobachten und in ihrem Fokus gerät Professor Edward Fosca. Trotz Alibi und beschwörender Worte glaubt sie ihm kein Wort, sondern gräbt weiter. Ist der Professor der Täter? Ist Mariana auf der richten Spur? Oder steckt da etwas ganz anderes dahinter?

Meinung:

Alex Michaelides hat wohl mit seinem Erstling „Die stumme Patientin“ einen rissen Wurf gelandet und wurde direkt zum Bestseller-Autor, nun liefert er sein zweites Buch ab. Die zweiten Bücher haben es ja immer schwerer, aber da ich das Erste nicht kenne, bin ich da doch ganz vorbehaltlos rangegangen. Immerhin fand ich den Plot ganz gut, intelligenter psychologischer Spannungsroman mit griechischem Mythologie Einflüssen. Klingt doch richtig klasse, ob es mir dann auch gefallen hat, erzähle ich euch nun.

In Marianas Leben ist der Tod ein ständiger Begleiter, ihre Mutter ist früh gestorben, ihre Schwester mit Mann und auch ihr Vater weilen nicht mehr unter den Lebenden und nun auch noch ihr letzter Halt, ihr Mann Sebastian. Sie versucht weiterzumachen, in ihrem Leben und auch beruflich, aber ihre Trauer ist allseits gegenwärtig und scheint unüberwindbar. Mariana ist versucht daran zu zerbrechen. So ist sie nicht ganz wach und merkt nicht, dass sie die Kontrolle zu verlieren scheint, denn ein Patient wird übergriffig, aber dann erreicht sie der Anruf ihrer Nichte. Mariana fährt also nach Cambridge, an dem Ort, wo sie Sebastian kennengelernt hat und in ihre Vergangenheit. Zuerst möchte sie nur kurz trösten und wieder fahren, aber auf die Bitte ihrer Nichte bleibt sie und versucht sich dem Umfeld durch Beobachtung und Gesprächen zu nähern. Dabei fällt ihr Professor Edward Fosca ins Auge, der bei seinen Studentinnen sehr beliebt zu sein scheint und eine wahre Fangemeinschaft sein eigenen nennen kann. So hat er sogar eine Elite Gruppe an jungen Frauen um sich gescharrt und Tara ist eine davon gewesen. Marianas Misstrauen ist geweckt und sie möchte diesen aalglatten Typen auf die Schliche kommen und das perfide Handwerk legen. Nur hat er ein Alibi und ist bei der polizeilichen Ermittlung raus, Mariana beißt sich da fest und verliert so Stück für Stück an eigener Glaubwürdigkeit.

Das Buch ist in sechs Teile aufgegliedert. Der erste Abschnitt ist komplett Mariana gewidmet und ihrer melancholischen Stimmung und Trauer. Und dann kommt Cambridge und nach jedem großen Knüller ein weiterer Teil.  Allerdings fand ich den ersten Abschnitt schon recht langatmig, dass ich mich schon fragte, ob hier noch ein bisschen Spannung aufkommt. Die Trauer und das Selbstmitleid Marianas Zweifel nehmen in der ganzen Geschichte viel Raum ein und verschleiern so doch einiges an Sicht. So verbeißt sich die Protagonisten in Dinge, die gar nicht so wichtig sind und sieht manches nicht, weil sie es gar nicht wahrhaben möchte. Diese Verbohrtheit ist manchmal schwer zu ertragen. Dazu kommt das alle anderen Figuren recht blass sind, eindimensional, das ist der charismatische Professor, das sind seine reichen, verwöhnten Groupies, und das ist die Nichte, die tausend Geheimnisse hat, aber das ist uns ja egal. Auch vom mythologischen Einsatz hätte ich mir mehr versprochen, so wurde zwar die Geschichte von Demeter und Persphone aufgegriffen und eingeflochten, aber so richtig überzeugend fand ich das nicht eher als Interpretation des Unheils.

Ihr seht so richtig überzeugen konnte mich das nicht. Ich fand das zwar alles recht unterhaltend und hatte meine Ah-Momente, aber so atemberaubend und intelligent fand ich es leider nicht. So blieb eines an Erwartung auf der Strecke und der Schluss, den ich überhaupt nicht vorausgesehen hatte, war auch leider mit Beigeschmack. Ich bin etwas ernüchtert aus diesem Thriller erwacht und frage mich, wie sein erster Thriller so klasse abschneiden konnte, vielleicht sollte ich diesen doch auch noch lesen, mal sehen. Es ist immer schade, wenn einem eine Geschichte nicht gefallen hat, weil man doch weiß wie viel Herzblut vom Autor drinsteckt.

Die verschwundenen Studentinnen blieben für mich blass und spannungslos. Die Figuren zu eindimensional und auch die Mythologie blieb auf der Strecke.
 
Henry und ich hatten wohl zu hohe Erwartungen und so gibt es nur zwei Bücherpunkte:

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Über den Autor:
 

 
Der Brite Alex Michaelides wurde 1977 in Zypern geboren. Er studierte in Cambridge und Los Angeles und schreibt höchst erfolgreiche Drehbücher, u.a. die Vorlagen für die Kinofilme "The devil you know" oder "The Brits are Coming" mit Stars wie Uma Thurman, Tim Roth, Sofia Vergara und Stephen Fry. Nach einer Ausbildung zum Psychotherapeuten hat Alex Michaelides zwei Jahre lang in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche gearbeitet. "Die stumme Patientin" ist sein erster Roman, der in den USA über ein Jahr unter den TOP 10 der New York Times Bestsellerliste stand und auch in Deutschland eine begeisterte Leserschaft fand.
 
 
Vielen lieben Dank an den Droemer Knaur Verlag für das  Rezensionsexemplar.
 

Montag, 12. Juli 2021

Rezension: Adriana Popescu * Morgen irgendwo am Meer

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: cbj  
ISBN-13:
978-3570312728
Preis: 13,00 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: April 2019 

 
 
 
 
Inhalt:
Es ist Sommer, das Abitur ist geschafft und die letzten Ferien, bevor der Ernst des Lebens beginnt, stehen vor der Tür. Eigentlich hatten Romy und Julian noch keine rechten Pläne, aber als Konrad vor ihr steht und ihr ein Roadtrip nach Lissabon vorschlägt, klingt sich Julian einfach mit ein. So starten die drei und sammeln noch schnell Nele auf, die eine Fahrgemeinschaft suchte. Nun kann der Sommertrip losgehen und alle haben mehr als nur leichte Sommerkleidung dabei. Da hätten wir jede Menge Altlasten, Probleme, Sorgen und unausgesprochene Wahrheiten. Das klingt doch nach Stress, Missverständnissen und Ärger. Für alle vier wird es keine einfach Reise, sondern ein Abenteuer zur eigenen Seele. Werden die vier in Lissabon ankommen? Wird aus einem holprigen Beginn eine harmonische Gruppe? Und was belastet jeden Einzelnen von ihnen?

Meinung:
Dieses Buch ist schon im Jahr 2019 erschienen und ich hatte es mir sofort gekauft und auch für den Urlaub eingepackt, also am Meer war es definitiv, aber es sollte nun erst gelesen werden. Dabei ist die Autorin einer meiner Liebsten und keine andere lässt so sehr den Sommer in mein Herz. Nun also geht es für vier junge Menschen nach Lissabon und ich war mittendrin mit dabei und ob mir mein Platz im Oldtimer gefallen hat, erzähle ich euch nun.

Die Geschichte wird auch aus der Sicht der vier Figuren erzählt und so beginne ich direkt mit Julian. Dieser junge Mann hat ein Auftreten, als ob er alles im Griff hat. Er ist mit Romy zusammen und diese ist seine ganze Welt, sein Fixpunkt im Leben, denn drumherum ist alles in der Schwebe. So hat er sich in der neuen Stadt noch nicht wirklich eingelebt und seine Zukunft ist auch noch nicht greifbar, aber der elterliche Druck nimmt zu. Und als ob das nicht schon irgendwie belastend wäre, taucht auch noch Konrad auf, der seine Freundin auf einen Roadtrip einlädt. Nach außen bleibt Julian ruhig, aber innerlich brodelt es.

Romy hat endlich ihr Abi in der Tasche und ihrem Praktikum in Neuseeland kann sie beruhigt entgegentreten. Eine Aussicht, die alle glücklich zumachen, scheint aber Romy nicht ganz erreicht. Sie hält sich an Julian fest, spielt seine Romy und man merkt, da ist was nicht in Ordnung. Als Konrad vor ihr auftaucht, bekommt ihre Fassade Risse und zeigt, dass in ihrer Vergangenheit irgendetwas passiert sein muss, was sie aber gern verschweigt.

Konrad muss das Abijahr wiederholen und ist gerade ein wütender, unnahbarer und unberechenbarer Zeitgenosse. Mit Schuldgefühlen beladen und Angst vor dem Morgen wagt er den Sprung ins kalte Wasser und fragt Romy nach diesem Roadtrip. Er kann es nicht fassen, dass sie wirklich mitfährt, allerdings auf diesen Julian könnte er gut und gern verzichten und dann kommt auch noch diese best gelaunte Nele dazu, einfach nicht zum Aushalten.

Nele hat es am Schwersten, sie möchte eigentlich nur nach Madrid, aber so einfach eine Fahrgelegenheit zu finden, ist recht schwer, aber mit diesen drei hat sie wirklich in Lotto gewonnen. Julian und Romy sind ein verliebtes Pärchen, Konrad ist unausstehlich und passt so gar nicht dazu. Aber durch ihre Kamera sieht Nele noch ganz andere Dinge, und obwohl sie ihre eigenen Sorgen hat, geht sie hier den Geheimnissen der anderen drei auf den Grund.

Ich glaube, in der heutigen Zeit hat jeder so sein Päckchen zu tragen und Probleme sind Probleme, ob einfach oder nicht. Hier haben wir vier unterschiedliche Persönlichkeiten und so einige Sorgen, Lebenserfahrungen und Geschehnisse, die einem überfordern und nach Überleben rufen. Am Anfang der Geschichte konnte man diese noch gar nicht wirklich greifen und so schwankte und suchte man sehr intensiv mit. Da hat die Autorin einen recht gut im Dunklen stehen lassen. Was allerdings dem Rätseln und dem Kennenlernen der Figuren auch gutgetan hat. So versuchte man die Verbindungen zu verstehen, in jedem Kopf besser hinein zu gucken, bevor sich das große Ganze offenbarte. Es ist wirklich keine leichte Geschichte, die zwar den Sommer bringt, aber auch zeigt, wie verletzlich das Leben sein kann. Tja und wie eine andere Sicht oder Personen das Leben verändert. So ist es ein Finden der eigenen Persönlichkeit, von Liebe und heilender Freundschaft.

Adriana Popescu kann verdammt berührend schreiben, tief in jugendliche Köpfe schauen und trotz der Schwere immer mit ihren Humor auflockern. Es ist eine tolle Mischung und doch absoluter Lesespaß. Diese vier Figuren sind mir ans Herz gewachsen und ich war gern der fünfte Passagier auf dem Notsitz, was für eine Fahrt.

Morgen irgendwo am Meer ist viel mehr als ein Sommertrip, sondern eine Fahrt der großen Gefühle. Bewegend, ergreifend und lebensbejahend.
 
Henry und ich fanden es so toll und verfilmt wird es nun auch also volle Bücherpunkte:

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Über die Autorin:
 

 
Adriana Popescu, in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, schrieb für verschiedene Zeitschriften und studierte Literaturwissenschaften, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete. Mittlerweile harrt eine große Fangemeinde ihren nächsten Veröffentlichungen entgegen, die in mehreren großen Publikumsverlagen erscheinen.
 
Quelle: cbj Verlag