Mittwoch, 12. Dezember 2018

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherstreichler,

gestern bin ich durch Zufall, auf ein Buch aufmerksam gemacht worden. Da scrollt man nämlich ganz unschuldig durch Instagram und dann sieht man ein Buchcover und liest den Titel. Tja, BÄMM! Ich musste dann zumindest den Klappentext lesen und ja, es klingt ziemlich gut. Immerhin spielt es in Paris, es gibt Familiengeheimnisse und Dramen aber machen wir es kurz, schaut mal hier:


Fünf Tage in Paris
Erscheinungsdatum: 25.03.2019

Paris ist von sintflutartigem Regen heimgesucht, als sich die Familie Malegarde dort anlässlich einer Feier trifft. Tochter Tilia reist aus London an, wo sie als Künstlerin lebt, und Sohn Linden, ein Fotograf, kommt aus Los Angeles dazu. Schon bei der Ankunft bemerken Tilia und Linden, dass Paul, der Vater, ein stets agiler Baumschützer, kraftlos wirkt. Auch Lauren, die Mutter, ist angeschlagen. Die Seine droht über die Ufer zu treten, sodass die vier das Hotelzimmer fast nicht verlassen können. Die apokalyptischen Wetterverhältnisse spiegeln, was auf der Familie lastet. Vieles wurde in den Jahren von einem Mantel des Schweigens umhüllt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Paul im Restaurant zusammenbricht und ins Koma fällt. Linden hält am Krankenbett Wache - und fasst endlich den Mut, sich seinem Vater gegenüber zu outen. Doch auch Paul hat ein erschütterndes Geheimnis, das der Schlüssel zu seiner Liebe zu den Bäumen, allen voran den Linden ist ... 


Was ist mit dieser Familie los? Warum wirken die Eltern angeschlagen? Und was wollten sie eigentlich in Paris feiern? So viele Fragen und dann noch ein verregnetes Paris, was für ein melancholisches Setting. Übrigens war dieser Roman direkt an der Bestsellerspitze in Frankreich, falls man dieser Tatsache Wichtigkeit beimessen möchte. Mich macht die Geschichte neugierig und es ist sofort auf der Wunschliste gelandet. Wie steht es mit euch? Toller Titel?

Ganz liebe Grüße
Eure, den Regenschirm einpacken gehende, Sharon

Freitag, 7. Dezember 2018

Rezension: Lucie Castel * Weihnachten wird wunderbar

Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Thiele   
ISBN-13:
978-3851794083
Preis: 15,00 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Oktober 2018
Übersetzer: Vera Blum 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Es ist das erste Weihnachten ohne ihren Vater und Scarlett hängt mit ihrer Schwester Mélanie am Londoner Flughafen fest. Ein Schneesturm legt den Flugverkehr lahm und ihre Mutter, die zu Hause in der Bretagne wartet, wird am Telefon immer ungeduldiger. Scarlett‘s Nerven liegen blank und so bekommt sie nicht mit, dass sie in die Herrentoilette geht und aus lauter Frust und Ärger, schreit sie diesen heraus, allerdings wird sie dann von einem Herrn verwundert angeschaut. Dieser Gentleman lässt sich auch zu gleich auf einen ironischen Schlagabtausch mit der jungen Frau ein und es soll eine Begegnung mit Folgen werden. Nicht nur, dass Scarlett aus London nicht wegkommt, nein, William ist auch noch zur Stelle, wenn es darum geht, die lange Wartezeit zu überbrücken und nachdem auch am nächsten Tag, der Schneesturm für Eis gesorgt hat, lädt er die beiden Frauen in sein Haus in Kensington ein. Was für eine schöne Aussicht auf Annäherung wäre da nicht William‘s Familie, die überrascht aufschlägt und für eine Weihnacht mit Chaos, Verwicklungen und Überraschungen sorgt. Möge das Drama beginnen, oder ist es ein besonderer Anfang? Werden Scarlett und William sich viellicht doch näher kommen? Oder wird Weihnachten ein Desaster?

Meinung:
Weihnachten und Liebesgeschichten sind ja nicht jedermanns Geschmack. Zu oft zu kitschig, zu oft zu schnulzig und naja, Gefühle und Tränen im Übermaß. Warum ich hier trotzdem zum Buch gegriffen habe, hat drei Gründe. Der Erste, ist einfach, die Autorin ist eine Französin und die können bekanntlich über die Liebe schreiben. Der zweit Grund, diese Geschichte ist der Liebling der französischen Buchhändler und der Dritte, der Klappentext klingt verdammt gut. Und ob es auch für mich wunderbare Lesezeit gab, erzähle ich euch nun.

Viele Geschichten fangen ja am Flughafen an und das verschneite Ambiente hat da schon für einige Liebesgeschichten gesorgt. Aber wenn es gut gemacht ist, kann es ja egal sein. Wir werden also direkt in die Toilettenszene hinein geschupst und lernen Scarlett kennen. Sie ist Architektin, überarbeitet, endgenervt und in innerlicher Panik, das sie der Aufgabe, auf ihre Mutter und Schwester aufzupassen nicht gewachsen ist. Dementsprechend frustet sie das Telefonat mit ihrer Mutter, sie kann es nicht ändern und dann kommt auch noch so ein britischer Schnösel und Scarlett fährt die Krallen aus. William dagegen ist Kunsthändler und die Ruhe in Person. Diese Frau amüsiert ihn und je mehr er sie trist, umso interessanter findet er sie. Ihre Gespräche sind ein wahrer Schlagabtausch an Originalität und Spitzfindigkeit, aber auch der Funke des Interesses ist spürbar. Nach und nach fängt die Schnupperphase an und auch die Anziehungskraft setzt ein.

Ich will hier gar nicht mehr verraten, denn die Autorin lässt unsere Hauptfiguren nicht am Flughafen verweilen, sondern lässt den zweiten Teil im Hause von William spielen und da haben wir Familie ohne Ende mit dabei. Tja, und Familie ist nicht immer unbedingt das Schönste und erst recht nicht, wenn man eine exzentrische Mutter hat. So beginnt eine Verkettung aus Missverständnissen und Verwicklungen, die der ganzen Geschichte, einen richtig schönen pepp, gibt. So hatte ich viel zum Lachen, zum Ärgern, zum Dahinschmelzen und mitfiebern. Was mir richtig gut gefallen hat, waren die Dialoge, einfach raffiniert, kein bisschen platt, oder schmalzig. Die Autorin hat auch noch einen tollen Humor und das Feingefühl, diesen gut portioniert einzusetzen. Ihre Dosis Weihnachtszauber war herrlich und absolut vergnüglich.

Hinten auf dem Klappentext gibt die Zeitschrift France Dimanche seine Meinung zum Buch und ich kann diese voll bestätigen. Diese Geschichte hat französisches Flair und genial eingesetzten britischen Humor, der absolut wunderbar harmoniert. Und ja, es etwas von „Tatsächlich Liebe“ nur halt eine Geschichte davon, aber eben absolut zauberhaft.

Was soll ich noch sagen, ich bin verliebt und kann es euch nur vom Herzen empfehlen. Also lesen!

Henry und ich wurden so richtig schön in Weihnachtsstimmung versetzt und vergeben dafür die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:
 

 
Lucie Castel lebt und arbeitet als Lehrerin in Lyon. Schon immer wollte sie ein Buch schreiben. Und schon immer war Weihnachten ihr Lieblingsfest. »Weihnachten wird wunderbar« ist ihr erster Roman und wurde zum »Coup de Coeur« – das Lieblingsweihnachtsbuch der französischen Buchhändler. Lucie Castels nächster Roman »Was Krokodile zum Weinen bringt« ist in Vorbereitung.

Quelle: Thiele Verlag


Vielen lieben Dank an den Thiele Verlag für das  Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherduftliebhaber,

heute kommt mal kein Mord und Totschlag für euch, sondern Szenen einer Ehe. Ihr wisst ja, ich bin ein Querbeetleser und dieses Buch ist mir irgendwie ins Auge gefallen. Ich glaube, hier spielte Covergestaltung und Titel eine große Rolle, ich wurde einfach neugierig und der Klappentext war schon ziemlich gut. In der heutigen Zeit mit den vielen Debatten über Gleichberechtigung und Feminismus (Was auch gut und wichtig ist!) ist es doch toll zu lesen, dass das Buch von einem liebenden Vater und Hausmann handelt. Landleben, Idylle pur und eine glückliche Familie, aber trügt hier der Schein? Schaut doch mal gleich hier mit mir ins Buch:


Ein unerwarteter Brief
Verlag: Bastai Lübbe
Erscheinungsdatum: 31.01.2019

Franck lebt mit seiner Familie in ländlicher Idylle. Während seine Frau Gisèle als Tierärztin das Geld verdient, ist er seinen drei Töchtern ein liebevoller Vater, kümmert sich um den Haushalt, und herrscht als Hobbygärtner über ein wahres Pflanzenparadies. Er liebt seine Frau, der Sex ist gut, das Leben ist schön – bis zu dem Tag, als ein anonymer Brief ins Haus flattert: Gisèle betrüge ihn mit einem Arbeitskollegen. Franck bewahrt zunächst Ruhe. Aber er sieht Gisèle neuerdings mit anderen Augen. Mit ungeahnten Folgen für ihre Ehe …



Na, könnte das Buch auch was für euch sein? Ich mag ja das Cover, es ist so malerisch und unschuldig, dazu dieser Titel und man möchte einfach wissen, wer hat diesen Brief geschrieben? Ich finde dieses Spiel wirklich gelungen und ansprechend. Auch die Geschichte an sich hat jede Menge Potenzial, es kommt jetzt nur darauf an, in welche Richtung der Autor es spielen lässt. Und da haben wir das Nächste, es ist ein französisches Debüt und der Autor kommt aus der Verlagsbranche, aber bleibt unter Pseudonym. Irgendwie reizvoll und spannend findet ihr nicht. Ich könnte mir eine ziemlich gute Lektüre mit einer Mischung aus der unseren modernen Zeit mit alten Werten vorstellen. Das Buch muss ich im Auge behalten.

Ganz liebe Grüße
Eure, jetzt Lust auf Pudding mit Himbeeren habende, Sharon