Montag, 22. Juli 2019

Rezension: Tess Sharpe * River of Violence

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: bold
ISBN-13:
978-3423790451
Preis: 14,90 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: März 2019
Übersetzer: Beate Schäfer 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Harley ist die Tochter eines Drogenbarons und ihr ganzes Leben dreht sich um Macht, Gewalt und Rache. Ihr Vater ist der Größte im Schmuggeln von Waffen, von Meth kochen und von Töten von Männern, die sein Imperium bedrohen. Seine Tochter wächst in dieser Umgebung auf und lernt jeden Tag mehr vom System dazu, denn sie wird als seine Nachfolgerin gehandelt. Deshalb arbeitet sie für ihren Vater und muss sich in der harten Welt ständig bewähren. Aber auch die Gegenseite vom Fluss, die Springfield Familie schläft nicht und macht ihnen das Leben schwer. Der Konkurrenzkampf nimmt immer mehr zu und die Revierkämpfe kosteten schon einige Leben und mitten drin muss sich Harley entscheiden. Will sie das weiter machen? Will sie in die Fußstapfen ihres Vaters treten? Oder doch lieber für ein Leben in Freiheit kämpfen?

Meinung:
Harter Stoff, starke Frauenrolle und eine absolute Knallerstory, klingt nach meinem Beuteschema und so musste River of Violence bei mir einziehen. Mein erster Bold Titel aus dem ersten Programm, vom dtv Verlagsimprints und dann auch ein schonungsloser Thriller. Meine Erwartungen waren hoch und ob sie erfüllt wurden, erzähle ich euch nun.

Harley ist die Hauptprotagonistin und erzählt immer abwechselnd aus der Vergangenheit ihres Lebens und der Gegenwart. Somit erfahren wir als Erstes, das sie mit acht miterlebte, wie ihr Vater jemanden umbringt. Mit dem Tod ihrer Mutter hat ihr unschuldiges Leben ein jähes Ende genommen. Sie erfuhr nämlich da, dass ihr Vater nicht einfach nur der liebe Daddy ist, sondern einem ganz speziellen Handwerk nachgeht und das er nun auf Rache sinnt. Somit wächst Harley in einer Welt aus Gewalt, Rache und Härte auf. Wenn sie überleben will, muss sie härter als die Männer in ihrem Umfeld sein und ihre Rolle so gut spielen, das man sie entweder unterschätzt oder sich vor ihr fürchtet. Der Familienname McKenna muss ein Ausdruck des Schreckens sein. So erzieht Duke seine Tochter, mit äußerst fragwürdigen Methoden und mit einer knallharten Hand. Aus Harley wird ein zweiter Duke, ein anderes Leben soll ihr nicht vorbestimmt sein, aber Harley schmiedet andere Pläne.

Der Titel ist hier wirklich Programm und es erwartet einen ein Strudel aus schonungsloser Gewalt. Am Anfang schockiert es einem extrem, macht Gänsehaut und ist für sensible Leser nicht geeignet. Ich hatte wirklich das Gefühl, hier trifft Sons of Anarchie auf Breaking Bad, entschuldigt den Vergleich, aber die Familiendynamik und die Entwicklung, könnten auch von dort sein. Ein Clan, der alles beherrscht und dann läuft etwas aus dem Ruder und die Welt sieht rot. Absolut schonungslos, hart, packend und leider auch abstumpfend, denn es wird bei über 500 Seiten einfach viel und man kann die Gewalt gar nicht mehr an sich ran lassen.

Tess Sharpe ist wohl auch in solch einer Gegend aufgewachsen und das merkt man ihrer Beschreibung an, diese wirkt authentisch, realistisch und man nimmt ihr die Geschichte voll ab. Die Presse hat das Buch hochgelobt und die Booklist nennt es meisterhaft, das kann ich jetzt für mich nicht sagen, denn das würde auch zum ganzen Konzept nicht passen. Tess Sharpe nimmt eine direkt Sprache und geht mit dem Leser auch hart und brutal zur Sache, das für solch einen Begriff gar kein Platz ist. Was die Autorin in meinen Augen allerdings toll hinbekommen hat, ist ihre Hauptfigur, denn obwohl sie solch eine Erziehung durchlebt hat und sich immer stark und unnahbar geben muss, lässt sie Gefühle durchblitzen. Es lässt sie nicht alles kalt, sondern sie hat auch Träume und Wünsche, die ganz normaler Herkunft sind und sie somit einfach menschlicher macht. Eine junge Frau die im Alleingang für sich kämpft und dabei sehr überrascht.

River of Viloence ist ein packender, fesselnder, aber auch harter, schonungsloser und schockierender Thriller. Der nichts für schwache Nerven ist, aber auch ein starkes Frauenbild liefert. Eine Frau, die sich der Männerwelt und all ihrer Gewalt stellt und kämpft, für sich, für Frauen und gegen böse Kerle. Sprich eine Geschichte, in der mehr steckt, als der Schein uns erzählen mag. Eine Geschichte, die auf emotionaler Ebene reinhaut und auch überrascht. Wer harte Serien mag, wird dieses Buch gern lesen.
 
Henry und ich mögen solche abgefahren Storys und deshalb gibt es trotz der kleinen Längen die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:


Tess Sharpe, Tochter einer Punkrock-Mutter, geboren in einer Berghütte, wuchs im ländlichen Norden Kaliforniens auf, der Gegend, in der auch ihr Roman spielt.
Jetzt lebt sie irgendwo in der tiefsten Provinz mit einem Rudel Hunde und einer stetig wachsenden Kolonie an verwilderten Katzen. ›River of Violence‹ ist ihr erstes belletristisches Buch.

Quelle: bold Verlag

Vielen lieben Dank an den bold Verlag für dieses Rezensionsexemplar.


Freitag, 19. Juli 2019

BÜCHERPOST im Juni ...

Hallo meine Bücherhochstapler,

die Zeit verfliegt mir gerade viel zu schnell und dazu diese ganze Seriensucht, lässt mich einfach nicht wirklich viel lesen. Aber sagen wir es ehrlich, Bücher einziehen lassen kann ich trotzdem. Ich gebe mir zwar extrem Mühe, es zu begrenzen, aber manchmal überkommt es mich einfach. Deshalb sind es doch einige Bücher geworden, aber das muss doch so. Findet ihr doch auch, oder? Also schauen wir uns doch mal die Ausbeute an:

 
 
Dexter hat mega Platz, aber keine Lust auf Fotos ;-)


 

Hier ist mein Vea Kaiser Stapel. Nachdem ich mit großer Begeisterung ihren dritten Roman "Rückwärtswalzer" gelesen hatte, war ich so entzückt, dass ich unbedingt auch ihre anderen Bücher haben musste. Ja, ich weiß, das ist typisch irrer Büchersammler, aber solche unterhaltenden und klugen Bücher muss der Haushalt besitzen, zumindest der bei den Bakers. Somit durften, ihr Debüt "Blasmusikpop" und ihr Zweitling "Makarionissi" einziehen. Übrigens kommt die Autorin dieses Jahr noch in meine Stadt und es könnte sein, das der Mann schon Karten zurücklegen lassen hat.


 

Das ist mein Diogenes Stapel. Joey Goebel musst einfach einziehen, weil seine Lektorin Anna von Planta so von diesem Autor schwärmt. Da ich Vincent auf der LitBlog Convention mitnehmen durfte, sind nun auch noch "Heartland" und "Ich gegen Osborne" im neuen zu Hause angekommen. Diese Lektorin hat auch Martin Walker unter ihre Fittiche und diesen mag ich ja eh schon sehr gern und nun ist auch Teil 9 "Grand Prix" auf den Stapel mit oben auf gehüpft. "Stille Wasser" ist mein jährlicher Commissario Brunnetti kauf. Einmal im Jahr Venedig, das muss sein. Oder? Hübsch sieht der Stapel aus, so schön schlicht ...


 

Hier ist mein Urlaubsstapel. Es ist so schade, dass ich hier schon die Vergangenheitsform nutzen muss, aber der Jahresurlaub ist schon vorbei. In der ersten Woche haben wir eine kleine Rundreise gemacht und Freunde besucht, erst München und dann Dresden. Tja, und in Dresden haben wir eine tolle Tour mit unseren lieben Patrizia unternommen. Dabei hat sie uns ihren Hood gezeigt und ganz klar, einen Buchladen mit Katze. Dort meinte sie, ich muss mir unbedingt ein Buch kaufen, so als Andenken. Bei der großen Wahl, hat man natürlich die Qual, aber hey Dresden, was würde besser passen als ein Buch von Erich Kästner und da ich mich nicht entscheiden konnte, kamen die beiden Bücher mit, stilecht im Katzenbeutel. "Das fliegende Klassenzimmer" und "Als ich ein kleiner Junge war".


 

Ein Stapel mit Lieblingsautorinnen. "Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte" ist von der wunderbaren Anne Freytag und ich liebe ihre Bücher. Diese Geschichte ist hier keine Ausnahme und sie ist einfach die Frau für ganz große Gefühle. Meine Rezension steht auch schon. Hier könnt ihr reinlesen. "Das Labyrinth des Fauns" ist von der großartigen Cornelia Funke und sie lässt durch ihre Worte eine Atmosphäre erblühen, die einen in die Geschichte einsaugt und verzaubert. Das Buch lese ich gerade und danach werde ich mir den Film anschauen, jawohl, so mache ich das.

 

Ein Stapel mit überraschenden Büchern. "Der Gesang der Flusskrebse" ist mir angeboten worden und ich muss sagen, der Inhalt klingt sehr vielversprechend und dann auch noch große Worte als Buchempfehlung, wie Reese Witherspoon und The New York Times, wie soll ich da widerstehen. Ein Debüt was wohl unter die Haut geht. "Hinterhaus" ist eine Geschichte, die in Berlin spielt und die dunkle Vergangenheit von Ost-Berlin aufgreift. Wir durften damals zur Premiere Lesung nach Köln zum Bastei Lübbe Verlag und es war ein richtig toller Abend. Eine sympathische Autorin, tolle Beköstigung, Feuerwehralarm und eine richtig gute Stimmung hatten wir dort. Nun bin ich sehr auf das Buch gespannt.


 

Hier ist mein KiWi Verlags Stapel, die haben ein Hammer Herbst Programm und da sind so tolle Buchtitel bei. "Otto" hat nicht nur ein ziemlich cooles Cover, sondern ist eine Familiengeschichte, wo ein tyrannisches Oberhaupt pflegebedürftig wird und es seinem Lieben zur unmöglichen Aufgabe macht, ihn zu pflegen. Eine Hölle für seine Töchter. "Ein Hummerleben" ist auch eine Familiengeschichte, über den Niedergang eines Hotels in den Bergen. Hier gibt es Licht und Schattenseiten eines Idylls und je älter der Protagonist wird umso mehr treten die dunklen Zeiten ans Tageslicht. Ich fand, das klingt richtig toll und freu mich schon sehr auf diese Reise.


Nun ist der Streifzug, durch meine Juni Neuzugänge schon vorbei und sind das nicht tolle Bücherschätze. Dieser wilde und bunte Mix wollte hier unbedingt einziehen und ist herzlich willkommen. Leider habe ich bis jetzt nur eins davon gelesen, da meine Zeit noch sehr von Serien beansprucht wird. Aber es werden auch wieder andere Zeiten kommen und das Zweite ist ja schon in arbeit. Wie sah denn euer Juni aus? Ist eins meiner Bücher vielleicht auch bei euch eingezogen? Und welches möchtet ihr am liebsten sofort lesen? Auch, Bücher sind was Feines. 

Ganz liebe Grüße
Eure, schon wieder Urlaub haben könnende, Sharon

Mittwoch, 17. Juli 2019

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Buchromantiker,

wir hatten in den letzten Wochen so viele Fantasytitel, oder Spannungsbücher auf dem Blog, das es doch mal wieder Zeit wird, für ein Buch, was zu Herzen geht. Diese Autorin ist jetzt schon ein Jahreshighlight der Gefühle für mich und ich freu mich so immens. Julia Fischer kann einfach wunderbare Geschichten schreiben und ich finde jeder, der Liebesgeschichten mag, sollte von ihr ein Buch im Regal haben. Ihre Bücher sind nämlich nicht nur romantisch, sondern erzählen immer noch eine ganz andere tiefgehende Geschichte. Sozusagen eine Geschichte in der Geschichte, aber schaut doch mal selbst:
 

Der Geschmack unseres Lebens
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 02.09.2019

Edle Pralinen, ein Familiengeheimnis und eine bezaubernde Liebe:
ein Roman für alle, die Italien und den Duft von Schokolade lieben

Die Haselnussplantage ihrer Familie in den Hügeln von Alba ist Ellas ganze Welt. Sie ist erst fünf, als ihre Mutter stirbt und ihr nur ein altes, selbstverfasstes Pralinenrezeptbuch hinterlässt.
Dieses Rezeptbuch enthält die Geschichte eines Lebens in Gramm und Millilitern - und den Anfang eines Traums.
Als Ella ihr Zuhause verliert und in der historischen Altstadt eine Chocolaterie eröffnet, taucht ein Fremder bei ihr auf, der gegen ihren Willen eine leise Unruhe in ihr weckt. Ist dies aber der richtige Zeitpunkt, sich zu verlieben? 


Italien ist meistens der Ausgangspunkt ihrer Bücher und nachdem wir in Düften geschwelgt haben und dem Zauber der Stoffe verfallen waren, kommen wir nun zur Schokolade. MMMMHHHHHH! Ich liebe Haselnuss. Aber habt ihr schon die leichten dunklen Töne im Klappentext erkannt, das klingt nach einen viel ernsteren Stoff und ich bin sehr neugierig, was sie uns wieder erzählt. Also ihr Lieben, ich kann es euch nur jetzt schon ans Herz legen und freue mich schon sehr darauf es endlich in den Händen zu halten. Das muss ich nämlich unbedingt lesen. Kennt ihr schon ein Buch der Autorin? Ist das Buch schon auf eurer Wunschliste gelandet? Und wer kann schon einer guten Liebesgeschichte widerstehen?

Ganz liebe Grüße
Eure, September ist mein Geburtstagsmonat, Sharon