Mittwoch, 17. April 2019

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Bücherstreichler,

als ich zum ersten Mal über dieses Buch gestolpert bin, habe ich den Titel falsch gelesen und dachte, das passt aber gar nicht mit dem Buchcover überein. Ich trau mich das gar nicht zu schreiben, das war bestimmt nicht die Absicht der Autorin und ich hoffe, sie ist mir nicht böse. Aber ich habe Spice Girls gelesen und immerhin, sind das doch auch starke Powerfrauen, die die Popwelt aufgemischt haben. Hier wird aber die Geschichte von einer Frau erzählt, die ihren Traum leben möchte und dafür kämpft. Eigentlich für sich, aber für uns Frauen im Allgemeinen, solchen Kämpferinnen haben das Frauenbild geprägt. Nun erzähle ich schon viel zu viel, schaut doch einfach mal hier:
 

Space Grils
Verlag: Wunderlich
Erscheinungsdatum: 21.05.2019

Juni wächst in den 50er-Jahren auf einem Flugplatz in New Orleans auf. Für das wilde Kind gibt es nichts Schöneres, als mit ihrem Stiefvater an Flugzeugen herumzubasteln. Doch Juni will mehr: zu den Sternen fliegen. Jahre später kommt sie diesem Traum ein Stück näher: Mit zwölf anderen Frauen wird sie zum Astronauten-Training der NASA zugelassen. Es beginnt eine Zeit der mörderischen Tests. Doch Juni hält durch und erzielt herausragende Ergebnisse. Ihr Traum vom Flug zu den Sternen scheint kurz vor der Erfüllung zu stehen, da erreicht sie eine niederschmetternde Nachricht: Keine der Frauen darf ins All, Männer wie John Glenn erhalten den Vorzug. Juni ist am Boden zerstört. Aber sie beschließt zu kämpfen. Für ihre Rechte, für ihren Traum …


Eigentlich bin ich kein begeisterter Flugpassagier und allein der Gedanke ans All, macht mir eher ein mulmiges Gefühl, als das ich in Begeisterungssprünge ausbreche. Aber trotzdem hat mich diese Geschichte angesprochen, immerhin ist der Kampf in den 50er-Jahren ein ganz anderer als heute. Welche Etappen musste diese Frau auf sich nehmen? Welche Erniedrigungen wegstecken? Und konnte sie sich irgendwie behaupten? Solche Pionierinnen sind so wichtig in der Frauengeschichte gewesen und allein deshalb würde ich es gerne lesen. Als werfen wir nicht nur einen Blick in die Sterne, sondern halten dieses Buch im Auge. Wer von euch ist mit dabei? Wer hat es auch für sich entdeckt? Und bei wem steht es auch auf der Wunschliste?

Ganz liebe Grüße
Eure, sich mit dem vulkanischen Gruß verabschiedende, lebe lang und erfolgreich Sharon

Montag, 15. April 2019

BÜCHERPOST im März ...

Hallo meine Buchseitenschnüffler,

der Monat März ist nicht nur geahnt, sondern auch wirklich Buchreich geworden. Daran ist nicht nur die Buchmesse schuld, sondern auch die ganzen großartigen Neuerscheinungen, die die Verlage auf den Markt geworfen haben und ich haben musste. Ja, musste! Wollte, und ich bin halt ein unverbesserlicher Bücherbesitzer. Somit stand mein März total im Zeichen des Buches, wir waren in Leipzig auf der Buchmesse und sie war einfach großartig. Als ob die Messe was gut zumachen hätte, denn Frankfurt war krankheitsbedingt einfach nicht toll. Leipzig zeigte sich dagegen strahlend, lachend und so viele wunderbare Begegnungen. Aber nicht nur das stand auf dem Plan, auch privat waren wir auf einer Lesung, aber bevor ich alles niederschreibe, lasst uns doch am besten dabei Bücher bestaunen. Los geht es:


Der Wahnsinn hat mich wieder gepackt :D


 
Bücherstapel Nr. 1 vom Buchhändler vor der Messe. "Kaschmirgefühl" musste ich haben, wer mich kennt, weiß ich bin ein Bernhard Aichner Fan, und wenn der einen Liebesroman schreibt, muss ich den doch lesen. Übrigens habe ich mir mein Büchlein auf der Messe direkt signieren lassen. Ach, der Bernhard, ein toller Autor. Das Büchlein ist auch schon verschlungen und er ist einfach ein genialer Dialog Schreiber. "Das Dorf in den roten Wäldern" ist ein Kanada Krimi, und da der Herzmann Kanadafan aus Erfahrung ist, musste ich mir den Klappentext durchlesen und diese Figuren, klingen herrlich zum Kennenlernen, so musste es mit. "Slow Horses" bin ich schon länger drum herum schlawenzelt und weil es so viele aus meiner Timeline mochten, wollte ich es auch unbedingt haben. Was mir ausgesprochen gut gefällt, ist das Cover und mal etwas ganz anderes vom ursprünglichen Diogenes Stil.

 
Bücherstapel Nr. 2 vom Buchhändler nach der Messe. "Fräulein Nettes kurzer Sommer" habe ich auf der Lesung erstanden und mir auch signieren lassen. Karen Duve hat sich der Geschichte von Annette von Droste-Hülshoff angenommen und aus staubiger Vergangenheit, ein amüsantes unterhaltendes Werk über eine junge Frau geschrieben, die sich gerade der Liebe und ihrem Schreiben widmet. Bis auf das veraltete unmanierliche Publikum, eine überraschende Lesung. "Westwall" ist das Debüt eines Drehbuchautors und befasst sich auch mit deutscher Geschichte, allerdings nicht unbedingt positiv, aber ziemlich aktuell. Ist mir schon in den Vorschauen aufgefallen und es gab hier auch einen Neuerscheinungsbeitrag und jetzt musste ich es mitnehmen, wenn der Buchhändler es schon da hat. "Zeilen ans Meer" ist mir auf der Buchmesse aufgefallen und es klang so schön sehnsuchtsvoll, das braucht man ja auch mal. Übrigens ist mir aufgefallen, dass Briefromane dieses Jahr wieder häufiger in den Regalen zu sehen gibt. "Die Nähmaschine" ist ein absoluter Spontankauf und stand so gar nicht auf meiner Agenda, aber diese Reise zwischen Schnittmuster und Nähproben in die Vergangenheit einer Großmutter klang einfach klasse. Der Göttergatte sah meine leuchtenden Augen und packte es mit ein, toller Kerl.


 
Hier ist ein Stapel, der mein Bücherherz zum Hüpfen bringt. "Elias & Leia: In den Fängen der Finsternis" endlich, endlich geht es weiter mit dem beiden und zu Ostern ist es dran, ich kann es kaum noch aushalten! Bitte liebe Autorin lass mein Herz nicht weiter bluten. "Die Spiegelreisende: Die Verlobten des Winters" was habe ich auf dieses Buch gewartet und ich habe diesen Schinken in drei Tagen durchgesuchtet. Eine unglaubliche Welt, eine tolle Heldin und jede Menge undurchsichtige Geheimnisse, aber lest doch am besten meine Rezension. Ich möchte Band zwei, jetzt!!! 


 
Diese zwei Bücherschätze bringen mich auch total in Verzückung. "Pandolfo" ein historischer Roman, der in der Renaissance spielt und richtig abenteuerlich klingt, das wird bestimmt ein Spaß. "Wenn du das hier liest" ist auch ein Art Briefroman und klingt dramatisch traurig, aber mit Hoffnung auf eine Liebesgeschichte. Diese zwei müssen auch bald gelesen werden, ach dieser März hat so tolle Bücher herausgebracht.


 
Dieser Stapel ist wirklich auch ein ganz Besonderer. "Das Glück der kleinen Gesten" hat mir auf der Messe, die wunderbare Mareike von Nordseiten in die Hände gedrückt, mit ganz lieben Worten und ja, Gesten sind so einfach und machen das Leben wirklich glücklicher, man muss sich nur dazu überwinden und dieses Buch gibt Tipps und Tricks preis. Ich bin immer noch ehrlich gerührt und sage Danke und freu mich aufs Durchblättern und lernen. "Ein Tropfen vom Glück" ist ein neuer Roman von meinen Lieblingsfranzosen und irgendwie erinnert es mich an Woody Allens, Midnight in Paris. Ich denke allerdings, dass Antoine etwas ganz anderes daraus macht und mich wieder sprachlich und melancholisch verzaubern wird. "Alte Sorten" ist die Geschichte zweier Frauen und ihren Obstgarten. Die eine ist Jung, die andere alt, die eine pflichtbewusst und die andere noch unreif, aber mit der Zeit kommen sie sich näher und ich bin sehr gespannt, wie sie zusammenwachsen. Übrigens liebe ich dieses Cover, so schlicht und unglaublich schön.


 
Tja, und hier ist er mein Messestapel, diese Bücher habe ich von der Messe mit nach Hause gebracht, geht doch noch, oder? "Gotland" wurde vor zwei Jahren auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt, aber irgendwie hatte ich es nicht geschafft einer Vorstellung beizuwohnen und nun lag es beim Verlag zum Mitnehmen aus, da habe ich es halt mitgenommen. Wer kann schon einer Geschichte, die in Wien spielt, widerstehen. "Alles still auf einmal" habe ich beim Bloggertreffen beim dtv Verlag in die Hand gedrückt bekommen, es erscheint nun die Tage und ist eine Geschichte über den Verlust des eigenen Kindes. Da muss ich die richtig emotionale Zeit abpassen, um es zu lesen. "Der Wind nimmt uns mit" wurde sogar fürs Bloggertreffen vorab gedruckt, damit wir in Katharinas Geschichte direkt einsteigen können. Ach, diese Autorin begleite ich schon so lange mit und ich freu mich immer wieder auf ihre Geschichten, weil sie diese zwar locker schreibt, aber immer etwas tiefer in die Seele schaut. "Rückwärtswalzer" musste ich unbedingt signiert von der Autorin haben, diese Frau hat mich total beeindruckt, nicht nur schaut sie toll aus, nein, sie ist unglaublich schlau, witzig, unterhaltend und bringt die Dinge auf dem Punkt. Dazu hatte sie auch noch Kekse und Wein mit, da kann man sie nur lieben. Nun bin ich sehr auf diesen Familienroman gespannt. Übrigens mein Erster von ihr, dabei ist es ihr Dritter. "Odinskind" ich muss gestehen, das ich auf dieser Messe keine Zeit hatte für Fantasy oder Jugendliteratur und hatte es leider nirgends zeitlich reinquetschen können, aber dieses Buch wollte ich unbedingt haben und dank der magischen Sandy von Nightingale's Blog hat es auch geklappt, du bist ein ganz großer Schatz, danke. Und nun bin ich so gespannt auf diese Geschichte, die begeisterte Leser hat. "Kunstgeschichte als Brotbelag" hat der tolle Dumont Verlag veröffentlicht und uns erstmals darauf aufmerksam gemacht, da haben also Leute große Werke der Kunst, auf ihren Brot nachgestellt und eine Hommage an die Kunst gemacht und ich war so überrascht, was da alles zustande kam. Nun hat sich der Mann das Buch mit in die Küche genommen und grübelt darüber, welches Meisterwerk er umsetzen möchte. Schaut es euch unbedingt mal an, total beieindruckend.


PUH, nun haben wir den Streifzug, durch meine März Neuzugänge schon geschafft und sind das nicht tolle Bücherschätze. Wieder viel zu viele, aber es war ja auch Messezeit und Neuerscheinungen bei den Verlagen kommen da Schlag auf Schlag, aber jedes Buch klingt einfach ansprechend und möchte am liebsten sofort gelesen werden, da ist die Wahl, wirklich eine Qual. Dieser wilde und bunte Mix wollte aber auch einfach hier einziehen und ist herzlich willkommen. Was mich besonders freut, ich habe schon 2 davon gelesen. Nun hoffe ich, dass der April ein bisschen bescheidener wird, allerdings war ich ein bisschen im Kaufrausch und somit stehen schon einige April Zugänge bereit. Ohje! Wie sah denn euer März aus? Ist eins meiner Bücher vielleicht auch bei euch eingezogen? Und welches möchtet ihr am liebsten sofort lesen? Ach, Bücher sind was Feines. 


Ganz liebe Grüße
Eure, um die Bücherstapel herum tanzende, Sharon
 

Freitag, 12. April 2019

Rezension: Robert M Sonntag * Die Gescannten

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: S. Fischer  
ISBN-13:
978-3733504816
Preis: 8,00 EUR
E-Book: 7,99 EUR
Reihe: 2. Teil
Erscheinungsdatum: Februar 2019 



Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 2048 und die Welt ist eine andere. Die Menschen leben in der Stadt hochdigitalisiert und vernetzt, so bekommt jeder was von jedem mit und jeder Wunsch wird sofort erfüllt. Über den Konzern Ultranetz wird alles gesteuert und jeder Gedanke eingefangen. Eine Untergrundbewegung möchte gern, diese Entwicklung aufhalten, oder zumindest wachrütteln. Dafür wollen sie den Jugendlichen Jaro einschleusen und dieser soll mit der gleichaltrigen Nana geheime Information beschaffen. Allerdings bleibt Ultranetz das geheime Treiben nicht verborgen und ist auf der Spur. Können die zwei, es schaffen? Welche Information sollen sie zusammensuchen? Und kommen sie heil aus der Stadt raus?

Meinung:
Die Gescannten ist der Nachfolger von Die Scanner, im ersten Teil spielte Jaros Vater eine Rolle, nämlich aus der Stadt herauszubrechen und nun soll Jaro in die Stadt zurück. Ein Near-Future-Thriller, welcher ein hochinteressantes Szenario verspricht und ob es mich mitreißen konnte, erzähle ich euch nun.

Jaro lebt weit außerhalb der Stadt. Seine Eltern und die Gemeinde leben zurückgezogen und bauen ihre Lebensmittel selber an und versuchen nichts mit der Technik der Stadt zutun zuhaben. Alles was Jaro erfährt macht ihn innerlich wütend, wie gern würde er die Stadt mal sehen und warum sträuben sich alle nur so dagegen. Kurzum, das kann doch gar nicht alles so schlecht sein, wie sie sagen. So nimmt Jaro die Wahl an, für die Untergrundgemeinschaft in die Stadt zu gehen und einen Auftrag auszuführen. Dafür muss er sich mit dem Denker vertraut machen, der sich in seinem Kopf einpflanzt und alle seine Gedanken kontrolliert. „Der Denker! Absolute Realität. Absolute Kommunikation. Absolute Intelligenz.“ So einfach, wie sich das Jaro vorstellt, wird es ganz bestimmt nicht. Am Anfang ist die Stadt noch faszinierend, aber dieses Gefühl schlägt schnell um, in Panik und Angst. Was ist Ultranetz eigentlich und welche Wirkung hat es auf seine Bewohner?

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll. Die Grundidee mit Ultranetz und der Versklavung der eigenen Gedanken finde ich super und ist ein wichtiges Thema, gerade heute mit den ganzen „Sozialen Medien“. Allerdings habe ich die Thematik schon oft und viel besser umgesetzt erlebt. Zum einen viel mir total auf, das sich die Geschichte wie eine Schullektüre lesen lies. Mit vielen offen Punkten und jeder Menge Spekulation und Diskussionsstoff. Für mich als Einzelleser kam es einfach nur sehr eindimensional, unnahbar und oft nicht greifbar vor. Die Figuren konnten oft ihre Gefühle nicht transportieren und wirkten überhaupt total fehl am Platz, eher total kindisch und unreif. Wer denn überhaupt solch eine Aufgabe gegeben hat, ist mir völlig unverständlich. Darüber hinaus wussten die zwei selber nicht, was sie tun und das fand ich irgendwie nach schlimmer. Somit konnte man sich nicht in sie hineinversetzten, noch konnte man ihre Entwicklung spüren. Auch die Stadt, was hatte man da alles beschreiben können, aber hier reihte sich nur eine Information an die andere, somit gab es auch überhaupt keinen Spannungsbogen und ganz ehrlich so reizt mich keine Geschichte und dann auch noch das Ende. Überzeugt hat mich diese Geschichte leider so gar nicht, obwohl die Idee und die Kernaussage wichtig und lobenswert sind.

Die Gescannten konnten mich leider gar nicht überzeugen, da fehlten mir einfach tolle Figuren, ein Spannungsbogen und Atmosphäre, die nicht wie ein 1D Spiel über die Mattscheibe flimmerte. 

Henry und ich fanden die Geschichte unrund und nicht bis zum Ende durchdacht, deshalb gibt es zwei Bücherpunkte:
 
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Über den Autor:


Robert M. Sonntag heißt eigentlich Martin Schäuble. Er arbeitete als Journalist, bevor er in Berlin, Israel und in den Palästinensergebieten Politikwissenschaften studierte und in Politik promovierte. Als Sachbuchautor beschäftigt er sich vor allem mit dem Spannungsfeld Politik, Kultur und Religion. Die auf seinen Recherchen in Krisengebieten gemachten Erfahrungen verarbeitet er auch als Romanautor.



Vielen lieben Dank an den S. Fischer Verlag für das  Rezensionsexemplar.