Freitag, 4. März 2016

Rezension: Anne Freytag * Mein bester letzter Sommer

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Heyne fliegt
ISBN-13:
978-3453270121
Preis: 14,99 EUR
E-Book: 11,99 EUR
Reihe: 1/1 
Erscheinungsdatum: März 2016
 



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Inhalt:
Tessa ist die vorbildliche Tochter, verdammt gut in der Schule, spielt Klavier und Geige, hat ein super Verhältnis zu ihrer Mutter und ist im Gegensatz zu ihrer Schwester höflich, zuvorkommend und gibt nie böse Widerworte. Allerdings ändert sich das alles, als sie erfährt, dass sie sterben muss. Alle Mühen, alles Warten, jeder Zukunftsplan ist umsonst gewesen. Tessa realisiert, dass sie immer nur auf den perfekten Moment gewartet hat und sie sich nie etwas getraut hat und versinkt in Wut und Frust. Ihr Leben ist langweilig und so wird sie wohl als Jungfrau ohne Führerschein sterben. Bis zu dem einen Familienessen, wo sie den Jungen wieder trifft, dessen Augen sie so magisch angezogen haben. Ist es Schicksal? Oder sogar Liebe? Wird Tessa es wagen, sich zu verlieben? Und hat sie genug Zeit für diesen Sommer?

Meinung:
Ganz ehrlich, ich mag eigentlich solche Geschichten nicht, wenn man vorab schon weiß, es kann einfach nicht gut ausgehen. Aber es ist ein Buch von Anne Freytag, sprich, ein Original Freytag, ein Buch mit der Garantie für große Gefühle, die richtigen gewählten Worte und Gänsehaut inklusive. Sprich, ich muss es einfach lesen. Es ist ein Must Have Buch, ein Must Read Buch. Ein, ich verliebe mich haltlos in ihre Figuren Buch und es hat mich wirklich ganz schwer erwischt.

Tessa ist ein unglaublich toller Charakter, mit ihr konnte ich mich total identifizieren. Als Schülerin war ich nämlich auch total langweilig und habe auch, ganz romantisch, immer auf den perfekten Moment gewartet und was ist, der kommt nicht immer so, wie man plant. Bloß rinnt bei Tessa die Zeit weg und ihre Sehnsucht nach verpassten Gelegenheiten ist übergroß. Überhaupt kann man sich gut in Tessa hineinversetzen, denn Anne Freytag benutzt hier Wörter, Erklärungen und Situationen, die mich als Leser in die Haut von Tessa schlüpfen lassen und ich ihre Wut, ihren Frust, ihre Angst und Verzweiflung selbst spüren konnte und das tut verdammt weh. So fühlt man ihren Schmerz hautnah mit, aber auch das Aufleuchten ihrer Kräfte, wenn sie Oskar trifft, wie Tessas Herz schneller schlägt, wie auf einmal alles um sie herum lebendig wird und das Leben tanzt.

Ich habe mich also schon in Tessa verliebt und dann bringt unsere Autorin auch noch so einen tollen Jungen daher. Wer sich nicht in Oskar verliebt, ist selber schuld. Hätte ich nicht schon meinen Traummann gefunden, wäre es sonst ganz bestimmt Oskar. Dieser Junge weiß, was er möchte und läuft nicht vor der traurigen Realität weg. Statt reiß aus zu nehmen, will er diesen Mädchen einen wunderbaren tollen Sommer schenken und steckt seine eigenen Gefühle dabei ganz hinten an. Er versucht, den Moment zu leben und alle Wünsche wahr werden zu lassen. Dabei hat er immer den passend Spruch auf den Lippen und die perfekten Lösungen in der Hinterhand. Er heitert Tessas Leben unglaublich auf, schafft absolute Glücksmomente und ist unglaublich toll. Tja, und das Beste ist, wir erleben alles durch Tessas Augen mit und verlieben uns gleich noch dazu.

Anne Freytag erzählt ihre Geschichte, sehr sensibel, gefühlvoll und so ehrlich, dass es oft einfach nur schmerzhaft ist und man überlegt, warum tut man sich das selber an. Die ganze Tragweite der Trauer, des herannahenden Abschieds schweben ja ständig beim Lesen über einen und man kann trotzdem nicht aufhören. Man möchte einfach erleben wie Tessa und Oskar sich verlieben, man möchte einfach mit dabei sein, was diese Zwei erleben und wie sie sich entdecken. Diese Natürlichkeit, dieser saubere reine Charme, ist einfach unbeschreiblich schön und macht diese Liebesgeschichte zu etwas ganz Besonderen. Aber auch ihre Reise nach Italien ist klasse beschrieben, ich wäre so gern dabei gewesen und hätte gern Mäuschen gespielt, dabei wirbelten in meinem Kopf schon genug Bilder hin und her und oft habe ich mich dabei erwischt, wie ich lächelnd ins Buch gestarrt habe.

Das war es also, der erste Jugendroman von Anne Freytag und für mich, ein voller Erfolg, der doch Bitte auf mehr zu hoffen wagt. Was für ein wunderbares Buch, was für tolle Figuren und was für schöne Lesemomente. Wer also große ehrliche Liebesgeschichten mag, sollte Tessa und Oskar kennenlernen und die Autorin.
 
Henry und ich sind zwar total traurig, aber auch wieder von dem Schreibtalent begeistert, die vollen Bücherpunkte:
 
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Über die Autorin:

Anne Freytag, geboren 1982, hat International Management studiert und für eine Werbeagentur gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Autorin veröffentlichte bereits mehrere Romane für Erwachsene, unter anderem unter ihrem Pseudonym Ally Taylor. Mein bester letzter Sommer ist ihr erstes Jugendbuch. Anne Freytag liebt Musik, Serien sowie die Vorstellung, durch ihre Geschichten tausend und mehr Leben führen zu können.

In diesem Leben wohnt und arbeitet sie derzeit in München – wenn sie nicht gerade in ferne Länder und fremde Städte reist. Manchmal auch nur in Gedanken ...

Quelle: Heyne fliegt

Vielen lieben Dank an den Heyne fliegt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 3. März 2016

Rezension: Nikola Hotel * Rabenblut drängt


 1. Teil
 das Erstlingswerkt I neu lektoriert und gestaltet
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Taschenbuch: 445 Seiten I Verlag: Amazon Publishing
ISBN-13:
978-1503951310 I Preis: 9,99 EUR
I E-Book: 4,99 EUR
Reihe: 1/3  I Erscheinungsdatum: November 2012



Inhalt:
Isa möchte Biologin werden und hilft dazu in einer Forschungsstation im Wald aus. Bei einem Hilferuf von einem Bauern fährt sie mit ihrem Chef Marek los und findet einen verletzten nackten Mann vor, der einen schwarzen Raben in den Armen hält. Der Fremde wird sofort ins Krankenhaus gebracht und versorgt, aber was vorgefallen und wer er ist, bleibt immer noch im Dunklen. Er, Alexej, kann sich nämlich an nichts erinnern. Isa bleibt misstrauisch und nimmt ihm das nicht ab, sie will mehr über ihn wissen. Dass sie sich dabei von ihm angezogen fühlt, ignoriert sie eine Weile. Aber ihre Gefühle fahren Karussell und je mehr sie sich es zugesteht, umso mehr scheint ihr Alexej zu entgleiten. Was verbirgt er vor Isa? Warum hat er so einige Eigenarten? Warum möchte er von sich nichts preisgeben? Und schlägt Isas Herz allein schneller?

Meinung:
Was habe ich denn hier für einen Buchschatz gefunden. Okay es war ein ebook, aber ich muss mir das wirklich noch überlegen, ob es so bleiben soll. Nikola Hotel hat mich mit ihrer Geschichte verzaubert, oder umgehauen? Sucht es euch aus. Sie schreibt über Dinge, die ich genauso faszinierend finde und verstrickte mich so in eine Geschichte, die ich nicht erwartet hätte, aber umso mehr in mich aufgesogen habe.

Erzählt wird das alles abwechselnd aus Isa und Alexejs Sicht und ich weiß jetzt gar nicht, mit wem ich anfangen soll. Na gut, Ladys first! Isa liebt die Natur, sie ist lieber für sich, als mit vielen Menschen zusammen, sucht gern die Einsamkeit und genießt die Ruhe. Sie ist ein natürlicher Typ, der sich aus Äußerlichkeiten nichts macht und lieber hinter die Fassade guckt. Dazu kommt noch, dass sie sehr hartnäckig sein kann und wenn sie sich was in den Kopf setzt, wird das mit allen Konsequenzen durchgezogen. Außerdem ist sie noch klug, feinfühlig und ich muss sagen, mir unglaublich sympathisch. Ich mochte ihren kritischen Blick, die Fettnäpfe in die sie sich stürzte und ihre Unbeholfenheit in Alexejs Nähe. Man nahm ihr ihre Faszination für diesen Mann voll ab und auch ihre Verliebtheit. Nur durch ihren sturen Kopf erleben wir die schönsten Szenen, dafür darf sie gern mal übers Ziel hinausschießen.

Alexej, seufz, was soll ich sagen, ein tragischer Mann, den man ständig beschützen möchte. Wieder so eine männliche Figur, der auch ich verfallen wäre. Klar schaut er auch noch gut aus, aber was mich total angesprochen hat, ist diese Melancholie, diese Traurigkeit, die an ihn haftet und aus ihm noch mehr den geheimnisvollen Mann macht. Er ist ein Kerl, der eigentlich für die Musik lebt und diese doch nicht ausleben darf, denn sein Schicksal ist ein anderes und er muss mit einem Fluch leben, der ihn von unserer Welt abschneidet. Er glaubt sich mit allem abgefunden und arrangiert zu haben und trifft dann auf Isa. Sie lässt in ihn Hoffnung aufblühen, aber Angst, Selbstkontrolle und Verantwortung knebeln seine Träume und Wünsche. Er ist nun mal der, der er ist, und will es stillschweigend hinnehmen, ohne zu kämpfen. Alexej ist vorsichtig und das macht uns Lesern manchmal rasend. Dieser Mann versucht so sehr sein Schicksal zu tragen, das er gar keinen Ausweg sucht und so wollte ich ihn ständig anstupsen, schütteln und umarmen. Seinen Part zu lesen ist manchmal wirklich nicht einfach, aber man kann einfach nicht aufhören.

Aber was dieses Buch wirklich ausmacht, sind die wunderbaren Beschreibungen, was habe ich alles erlebt, ich bin durch den Wald barfuß gelaufen, bin durch die Lüfte geflogen und habe den Wind gespürt, ich war bei einem Konzert dabei und habe die Musik förmlich in mir klingen gehört und ja, leidenschaftlich geküsst, wird natürlich auch. Nikola Hotel schafft eine ganz besondere Atmosphäre, düster, wie der Nebel im verhangenen Wald, festlich mit Ballkleid und Kerzenlicht und unheimlich in den dunklen Straßen vom Prag. Sie beschreibt das alles so bildlich, dass ich ständig Kopfkino hatte. Außerdem trifft sie bei mir auf ganz viele kleine Leidenschaften, so habe ich auch eine Schwäche für klassische Musik, bestimmte Filme, Edgar Allan Poe und romantische geheimnisvolle Städte. Sie trifft bei ganz vielen Dingen genau meinen Nerv und ich war so sehr in der Geschichte, dass ich wirklich durchgerauscht bin. Unglaublich, es hat mir so viel Spaß gemacht und ich mag mehr davon haben. Gott sein Dank kommt bald Teil zwei raus, da hat sich das späte Entdecken auf eine andere Weise bezahlbar gemacht.
 
Henry und ich konnten gar nicht aufhören zu lesen und waren völlig im Rausch, das gibt die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:

Nikola Hotel, 1978 in Bonn geboren, arbeitete zunächst als Krankenschwester, bevor ihr großes Interesse an Geschichte sie zum Schreiben brachte. Ihr Debüt »Rabenblut drängt« wurde 2013 mit dem dritten Platz beim Autoren@Leipzig Award der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Seit dem großen Erfolg des heiteren Frauenromans »Fernsehköche küsst man nicht« ist sie ausschließlich als freischaffende Autorin tätig.
Nikola Hotel lebt in Hennef, ist verheiratet und hat drei Söhne.

Quelle: Amazon

Mehr über Nikola Hotel -> HIER

Rabenblut - Reihe:

http://www.amazon.de/Rabentod-Rabenblut-Serie-Nikola-Hotel-ebook/dp/B01AWLHEGO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1456684603&sr=8-1&keywords=rabentod

2. Teil I Erscheinungsdatum: 26.04.2016

Mittwoch, 2. März 2016

NEUES auf dem Büchermarkt ...

Hallo meine Seitenduftliebhaber,

mal wieder Lust auf einen richtig schönen Liebesroman? Der vielleicht gleich zwei Geschichten in einer hat? Einmal was dramatisches und dann was Schönes? Ich stehe ja auf so was. Eine Dramatische Geschichte aus der Vergangenheit, die in der Gegenwart ihre Aufklärung findet. Romantisch, traurig und doch so voller Hoffnung, das habe ich damals von dieser Autorin bekommen und jetzt kommt ihr zweiter Roman. Schaut doch mal hier:

 
Nur ein letzter Kuss
Verlag: Berlin
Erscheinungsdatum: 02.05.2016

Abby Gordons Ehe ist ein Scherbenhaufen: Nachdem schon ihr Kinderwunsch nicht erfüllt wurde, stellt sich jetzt heraus, dass ihr Mann auch noch fremdgegangen ist. Was bleibt ihr anderes übrig, als ihn hochkant hinauszuwerfen und sich verzweifelt in die Arbeit zu stürzen? Zum Glück plant das Royal Cartography Institute gerade eine große Ausstellung zu den britischen Entdeckungsreisenden, und Abby hofft, die Geschichten von Himalaya-, Südpol- und Afrika-Expeditionen helfen ihr über ihren Liebeskummer hinweg. Dabei stößt sie auf das Foto einer zu Tränen rührenden Abschiedsszene zwischen einem Amazonasforscher und seiner Geliebten. Abby macht das Bild zum Mittelpunkt der Ausstellung - und sieht sich bei der Eröffnung einer überraschenden Besucherin gegenüber: Rosamund Bailey, einer Ikone des Journalismus, der Frau auf dem Foto. Als Rosamund ihr die tragische Geschichte des spurlos verschwundenen Entdeckers erzählt, fasst Abby einen wagemutigen Entschluss.
 

Ich finde, das klingt nach ganz großem Kino? Eine Geschichte, in einer Geschichte und ich mag jetzt wissen, was damals zwischen dem Forscher und seiner Geliebten vorgefallen ist und warum diese in der Ausstellung auftaucht. Und außerdem möchte ich wissen, ob Abby ihren Liebeskummer verarbeiten kann. Habt ihr von der Autorin schon was gelesen? Wurdet ihr damals, wie ich verzaubert? Bei wem steht es auch auf der Wunschliste? Und wer mag auch solche Bücher?

Ganz liebe Grüße
Eure, auch mal gern in eine Ausstellung gehen wollende, Sharon