Freitag, 6. März 2020

Rezension: Charlie Mackesy * Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: List
ISBN-13:
978-3471360217
Preis: 20,00 EUR
E-Book: -,-- EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: Februar 2020
Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Am Anfang ist da ein einsamer Junge, der auf einen Maulwurf trifft und sich anfreundet. Bald darauf kommt ein Fuchs, und am Ende noch ein Pferd dazu. Diese vier schließen sich zusammen, von der Welt verlassen, gehen sie nun ihren Weg gemeinsam. Sie führen Gespräche, erzählen über ihre Angst, und die Einsamkeit und nun Unterstützen sie sich und geben sich gegenseitig Kraft. Vier Freunde die das Wunder der Hoffnung aufzeigen und sich durch ihre Freundschaft heilen. 

Meinung:
Charlie Mackesy war mir ehrlich gesagt kein Begriff und dieses Buch hatte ich auch nicht auf dem Schirm, bis es mich überraschend erreichte. Etwas verwundert hielt ich es in den Händen und dann schlug ich es auf. Bevor ich aber los lege vielleicht noch ein paar Worte, es ist ein Bestseller in England und Amerika und wird als „der neue Winnie Puuh“ angepriesen. Das sind hohe Erwartungen und große Fußstapfen, also schauen wir rein.

Wer jetzt glaubt, dass diese Geschichte so richtig viel Text hat, wie bei Winnie Puuh, der wird enttäuscht sein, denn hier sprechen die Bilder eine starke Sprache. Es ist eher eine Komposition aus beiden und dadurch wird es einfach magisch. Zuerst richtet der Autor ein paar Worte an seinen Leser und gibt den Rahmen der Geschichte vor und dann lernen wir die Figuren kennen. Auf jeder Seite ist somit ein Bild, eine Zeichnung und etwas Text und so wird eine Geschichte daraus.

Die Bilder sind mit Tusche gezeichnet und wirken natürlich, echt und ausdrucksstark. Manchmal etwas zu sehr skizziert, aber ich fand das erst recht charmant und an anderen Stellen haut einen das Bild aus den Socken, ich sage nur Flügel und Pferd. Es ist allein von den Zeichnungen her ein Genuss und Freude jedes Blatt umzuschlagen, um erneut die Figuren zu entdecken.

Dann fragt meistens der Junge etwas, er ist aufgeweckt und trotz seiner Einsamkeit, sehr wissbegierig. Der Maulwurf, sowie das Pferd, versuchen zu antworten, Herr Fuchs ist eher still, was auch seine Gründe hat. Somit bekommen wir Weisheiten und Tiefe zu spüren, es hat schon was von diesen Kalendersprüchen, oder Glückskeksen die einen Spruch loslassen und man denk, ja stimmt. Hier ist es ähnlich, nur das die Texte einfach sind und trotzdem sehr bewegen und manchen Gedanken auf den Punkt bringen. Was ist wirklich wichtig im Leben und wie gehen wir mit manchem um.

Ein Buch was überrascht von seiner Schlichtheit und Tiefgang, eins was berührt, nachdenklich stimmt und wirklich zu Herzen geht. Es ist eine Symphonie aus wirklich einfachen, aber so wichtigen Themen und wie einfach es manchmal ist, an etwas heranzugehen und ganz klar, Kuchen hilft immer. Gute Aussage und sympathisch obendrein. Ich denke, diese Geschichte verdient es, sich einen Bestseller schimpfen zu dürfen. Auf jeden Fall nimmt man dieses Buch gern immer wieder in die Hand und schnuppert darin herum, denn so eine Weisheit, die auf den Kern geht, braucht man doch öfters in unserer hektischen Welt.

Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd solltet ihr unbedingt kennenlernen, denn es ist ein Fundstück aus rührenden Lebensweisheiten und ein Traum an Zeichnungen. Ein kleiner wahrer poetischer Buchschatz.


Henry und ich konnten nicht die Finger vom Buch lassen und deshalb gibt es die vollen Bücherpunkte:

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Über den Autor:
 

Charlie Mackesy ist Künstler und lebt in Brixton Er begann seine Karriere als Cartoon-Zeichner für The Spectator und als Buch-Illustrator für den Verlag Oxford University Press, bevor er von Galerien unter Vertrag genommen wurde. Auf seiner Website sieht man seine aktuellen Werke: https://charliemackesy.com. 

Quelle: Ullstein Verlag

Vielen lieben Dank an den Ullstein Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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