Montag, 1. April 2019

Rezension: Britta Sabbag * Blackwood: Briefe an mich

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: FJB
ISBN-13: 978-3841440136
Preis: 18,99 EUR
E-Book: 16,99 EUR
Reihe: 1/1
Erscheinungsdatum: März 2019




Inhalt:
Gesine muss einen schweren Schicksalsschlag verdauen, denn ihre Mutter ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Da sie nun alleine ist, soll sie zu ihren Verwandten nach Irland ziehen. Um genau zu sein, zu ihrer Tante in ein kleines verschlafenes Dörfchen namens Blackwood, wo sie noch nie war und keinen kennt. Gesine ist mit der kompletten Situation überfordert, neue Eindrücke erschlagen sie, die Menschen sind ihr total fremd und mit keinem kann sie reden. Sie fühlt sich einsam und will zurück nach Wien, kaum gedacht und schon rennt sie los. Allerdings endet ihre Flucht in einem Graben und sie lernt Arian Mary kennen, denn Butterprinzen. Wo eben noch der Fluchtgedanke vorherrschte, kann es für sie nicht schnell genug in die Schule gehen. Allerdings ist es auch dort, nicht gerade unproblematisch und da Gesine niemanden zum wirklich Quatschen hat, schreibt sie sich selbst einen Brief, mit einer Antwort von sich selbst hat sie allerdings nicht gerechnet. Schreibt da wirklich ihr zukünftiges Ich zurück? Ist das, Magie? Und kann ihr dieser Brief mit seinen Antworten überhaupt helfen?

Meinung:
Britta Sabbag hat mich schon so oft zum Lachen gebracht und mir einfach unglaublich schöne Lesestunden beschert. Nun ist ihr erster All-Age-Roman erschienen und es ist einfach logisch, das ich diesen lesen musste, immerhin habe ich so lange auf diese Geschichte gewartet. Ob mich nun Blackwood verzaubern konnte, erzähle ich euch nun.

Gesine ist ein Mädchen, was es nie wirklich leicht hatte und allein dadurch ist sie schon sympathisch und wirkt extrem normal. In ihrer Schule wurde sie wegen ihres Namens gehänselt, weil der sich so toll auf Rosine reimt und wie wir wissen, Kinder und Jugendliche können ja so grausam sein. Aber auch in ihrem Hobby, dem Balletttanzen war sie immer eine Außenseiterin, dass sie von der Lehrerin gemocht wurde und so den Neid und Missgunstfaktor der anderen Tänzerinnen spüren durfte. Tja und nun ist sie ganz allein auf der Welt, denn ihre Mutter hat Irland und somit ihre Heimat nie mit ihrer Tochter besucht. Gesine wird wieder in kaltes Wasser geschubst, sie fühlt sich allein, ist voller Trauer und Schmerz und dann kommt die Magie von Blackwood. Natürlich tritt Gesine am Anfang in jedes Fettnäpfchen, was sich ihr auftut und kommt erst schwer an, aber dann überrollen sich die Ereignisse und ihre Gefühle. Wäre es da nicht toll aus der Zukunft einen Brief zu bekommen, der sagt, dass alles gut wird. Aber so einfach ist es wohl dann doch nicht.

Wer schon von der Autorin Bücher gelesen hat, weiß das sie ein Faible für tolle Nebencharaktere hat und davon sprudelt es hier wieder ganz mächtig. Die Tante ist eine Naturverbundene, welche mit Feen spricht. Die Nachbarin eine verbitterte alte Dame, die sich eine Bösartigkeit nach der anderen erlaubt und einem herrlichen Spitznamen bekommt. Dazu kommt noch die herzliche Mimi, die Besitzerin des Cafés, welches für ein heimeliges Gefühl sorgt und für die extra Pfunde. Sie ist verliebt in den Bodyguard des Butterprinzens und lässt sich somit von Ruben jede Menge Butter anliefern. Ruben, der kernige Ire mit der charmanten Ader und natürlich Arian, der Schlingel, Herzensbrecher, Geheimnisträger und heimlicher Küsser, der auch noch mit einer sonderbaren Familie aufwarten kann und einer extrem borstigen Freundin. Wie ihr seht, gibt es ein ganzes Paket an Figuren und Geschichten und Inselbeschreibungen, die es zu entdecken gibt und das mit dem herrlichen Humor von Britta Sabbag, da bleibt kein Auge trocken und irgendwann kommt auch noch der Grinsekrampf dazu.

Für mich war es wirklich herrliche Unterhaltung, Irland ganz verliebt gezeichnet und spürbar. Die Figuren mit viel Liebe gefüllt und alle einfach zum gern haben, man verlässt die Geschichte wirklich sehr ungern. Allerdings möchte ich anmerken, dass die Briefe erst spät in die Geschichte einfließen und eher einige Situationen untermalen und zum Nachdenken anregen, als wirklich groß beeinflussend sind. Für mich hätte es gern noch ein bisschen Hintergrundgeschichte zu Gesines Mutter geben dürfen, denn immerhin hat diese, Irland verlassen und nie wieder besucht, das hätte ich doch gerne noch gewusst. Ansonsten ist es Gesines zweiter Start ins Leben, eine neue Heimat zu entdecken, sich zu verlieben und sich für seine Gefühle nicht zu schämen. Ich hatte riesigen Spaß dabei und fand Gesines Weg mit ihren aufs und abs toll erzählt und mega herzig, am liebsten möchte ich wieder in die Seiten hüpfen, oder einfach einen Kuchen backen.

Blackwood ist die Geschichte von Gesine, die nach großer Trauer, wieder ins Leben einsteigt und das turbulent, tollpatschig und tollkühn. Ein herrliches grünes Abenteuer mit jeder Menge Lacher, Magie und viel Butter. Britta Sabbag reißt einen förmlich mit ins Geschehen und hat einfach einen mega genialen Humor. Wunderschön atmosphärisch, mitreißend und kraftvoll.
 
Henry und ich hatten eine richtig gute Zeit und dafür gibt es die vollen Bücherpunkte:

___________________________________________________________________________  
Über die Autorin: 

Als Britta Sabbag die Idee zu »Blackwood« über die Nordsee entgegengeweht kam, wusste sie sofort, dass diese Geschichte etwas Besonderes ist. Sie folgte ihrer Idee über das Meer nach Irland, wo sie von der Magie des Landes und seiner Bewohner vollkommen verzaubert wurde. Die Bestsellerautorin hat bereits erfolgreich für Kinder und Erwachsene geschrieben und vereint diese Talente nun in einem großen und mitreißenden All-Age-Roman. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in der Nähe von Bonn.

Quelle: S. Fischer Verlag 

Vielen lieben Dank an den FJB Verlag für dieses Rezensionsexemplar. 

Kommentare:

  1. Na, das klingt doch richtig wohlfühlig, liebe Inga! :)
    Quasi alles in Butter. *hihi*
    Werde ich definitiv gerne lesen. Und der Henry ist übrigens wirklich die perfekte Wahl für "Blackwood".

    Sonnige Grüße
    Sandy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Sandy,

      ich fühle mich in Brittas Geschichten auch immer pudelwohl und da ist meistens alles in Butter ...lach... Mega guter Vergleich!

      Du wirst dein Vergnügen haben :-)

      Allerliebste Grüße
      Inga

      Löschen

Mit dem Absenden deines Kommentars bstätigst du, dass du meine Datenschutzerklärung sowie die Datentschutzerklärung von Google gelesen und akzeptiert hast.