Montag, 27. August 2018

Rezension: Sandra Henke * Mein Herz ist ein Chamäleon

Taschenbuch: 219 Seiten 
Verlag: Self-Publishing
ISBN-13: 978-1985186408
Preis: 8,49 EUR 
E-Book: 2,99 EUR 
Reihe: 3. Teil
Erscheinungsdatum: Februar 2018 


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Inhalt:
Stella steht am Abgrund und schaut in die tiefe stürmische See. Ihre Gedanken wirbeln im Kopf hin und her und plötzlich spricht sie jemand an. Aus dem Takt geratend verliert sie ihr Gleichgewicht und landet in den Armen des Fremden. Nach seiner Rettungsaktion nimmt Simon sie einfach mit in sein schnuckeliges kleines Cottage am Ende der Welt, oder besser Cornwall. Dort genießt Stella die Nähe und das Lächeln des charmanten Malers, der sie zu verstehen scheint und ihr ungeahnte Kraft gibt. Denn Stella ist nicht einfach so in Cornwall, sondern aus einem ganz bestimmten Grund und auch Simon scheint ein Geheimnis mit sich zu tragen. Wird Stella dahinter kommen? Welche Konsequenzen wird die Wahrheit für beide bedeuten? Und wird Stella ihren Weg finden?

Meinung:
Sandra Henke ist ja für ihre prickelnden Erotikromane bekannt, aber sie kann auch wunderschöne Liebesgeschichten schreiben. Das macht sie in der Herzchenkonfetti Reihe, die witzig, feurig und einfach herrlich zu lesen sind. Diesmal schlägt sie aber leisere Töne an, wird melancholisch, und ob mir das auch gefällt, erzähle ich euch jetzt.

Stella ist eine junge Frau, die sich seelisch so verkapselt hat, dass sie ihr Leben mehr als Belastung empfindet, als es einfach zu leben und Freude daran zu haben. Von ihren Eltern schon früh aufs Internat geschickt und später zu allen Psychologen, die sie finden können, da sie mit den Gefühlen ihres Kindes überfordert sind. Dabei wäre die Lösung ganz einfach, Zeit für ihre Tochter und Liebe. So landet sie im abgelegenen Sanatorium in Cornwall. Ausgerechnet dort trifft sie auf jemanden, der sie versteht, der in ihre Seele schaut und nachempfinden kann, was darin vorgeht. Er scheint endlich derjenige zu sein, der die richtigen Worte findet, ihr Kraft gibt und sie zum Umdenken bringt. Stella wird munterer, lebendiger, taucht langsam aus dem Dunstschleier ihrer Gedanken auf und ihr Herz taut auf. Nur je mehr sie wahrnimmt, umso mehr Unstimmigkeiten findet sie bei Simons Geschichte. Welche Geheimnisse hat er vor ihr? Wer ist er wirklich? Und wird es Stella zerstören, oder endlich handeln lassen?

Sandra Henke nimmt sich hier einem sehr wichtigen Thema an, nämlich seelischen Erkrankungen. Wie belastend diese sein können, wie unverstanden man sich fühlt und wie man immer für die Umwelt problemlos funktionieren soll, sind nur einige Gedankengänge. Diese Qualen werden in unsere Gesellschaft immer noch gern abgetan, obwohl sie überall lauern und jede Person belasten können. Man sieht sie nun mal nicht und wir sind alle doch ganz gute Schauspieler. Natürlich gibt es Lebensentwicklungen, die unser negatives Selbst, anders beeinflussen und was wäre ein Leben ohne Liebe. Liebe hat nämlich Kraft zu heilen und zu bewegen und das ist das Wundermittel für Stella, aber so einfach macht es die Autorin nun auch wieder nicht. Das verrate ich euch hier aber nicht, die Irrungen und Wirrungen dieser Liebesgeschichte müsst ihr selbst herausfinden.

Für mich war die Geschichte wieder toll zu lesen und ich mochte recht gern, diesen melancholischen tatsch. Während die anderen Bücher immer sehr heiter und fast etwas Komödiantisches haben, stehen Ruhe und Gefühle mehr im Vordergrund. Stellas Zerrissenheit und auch Simon hat einige Dämonen in seiner Vergangenheit. Irgendwie war diese Geschichte etwas ernster und nachdenklicher, was zur Abwechslung unglaublich toll war. Was mir nicht so gefallen hat, ja, ich muss es gestehen, war die ständigen Wiederholungen, wenn man es in Etappen liest, fällt es wohl nicht auf, aber alles hintereinander, fand ich es zu viel, zu sehr hervortretend, sogar ein bisschen darauf rumtrampelnd. Aber das ist jetzt nur meine persönliche Wahrnehmung, anderen mag es gar nicht auffallen.

So fand ich „Mein Herz ist ein Chamäleon“ wirklich toll gelungen. So richtig was Feines fürs Herz, melancholisch, aber auch stark entwickelnd und natürlich mit genug Romantik zum Träumen. Da darf ruhig gern noch ein weiterer Teil in der Herzchenkonfetti Reihe auftauchen.
 
Henry und ich mögen es gern mal melancholisch und dafür gibt es die vollen Bücherpunkte:

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Über die Autorin:


Sandra Henke liebt tiefgründige Gespräche mit guten Freunden, Kaffee ebenso wie Tee, den Herbst und lange Spaziergänge mit ihren Hunden in der Natur. Ihre Leidenschaft gilt dem Schreiben von Liebesromanen, mal mit Rote Ohren-Garantie und mal ohne, aber immer mit einem Happy End, das zum Seufzen schön ist.

Als Dozentin an der Bastei Lübbe Academy gab sie Schreibkurse. Sie nahm an großen Veranstaltungen wie der Loveletter Convention und der Crime Cologne teil und trat beim „West Art Talk“ im WDR-Fernsehen auf. Auslandslizenzen ihrer Bücher wurden verkauft nach Litauen, Italien, Österreich und in die Tschechische Republik.


Quelle: amazon

Herzchenkonfetti - Reihe:

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1. Teil: Rezension I 2. Teil: Rezension I 4. Teil
 
Vielen lieben Dank an Sandra Henke für das  Rezensionsexemplar. 

Kommentare:

  1. Salut, Inga.
    "Der Liebe sind die Freundschaft inne, wie der Sinnlichkeit Trieb."
    (Imogene Narvaile)

    Stellas Eltern scheinen eher eine Zweckgemeinschaft zu bilden, denen mit einem Mal auffällt: "Das Kind hat eigene Gefühle. Es lebt!?"

    Stimmt, wenn eine Gesellschaft sich einzig darauf gründet, dass der Einzelne gefälligst zu funktionieren hat, dann ist diese Gesellschaft zum Scheitern verurteilt. Der Mensch ist keine Funktion. Das Individuum kein Algorithmus. Von daher haben wir alle noch ein, zwei Gefühle vor Ort. Denke ich.

    bonté

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    1. Bonjour Robert,

      ja, das waren schon besondere Eltern, aber ich glaube gar nicht mal weit weg von der Wirklichkeit. Immerhin ist die Welt voller ICH-Menschen!

      Manchmal ist unsere Welt schwer zu ertragen und ohne Halt einfach nicht tragbar ...ach, ich werde melancholisch! Schluss damit.

      Ich schick dir liebe Grüße
      Inga

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