Freitag, 22. Mai 2020

Rezension: Joe Fischler * Die Toten vom Lärchensee

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: KiWi
ISBN-13: 978-3462053203
Preis: 11,00 EUR
E-Book: 9,99 EUR
Reihe: 2. Band
Erscheinungsdatum: April 2020 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Arno Bussi hat es mal wieder erwischt und er ist vom Qualtinger zu einem Spezialauftrag berufen worden, der ihn zurück ins Tirolerland bringt. Er soll einen fünf Jahre zurückliegenden Mord aufklären, und zwar am idyllischen Lärchensee. Dort ist nämlich damals der Seewirt ertrunken, der vorher betäubt und ins Wasser geworfen wurde. Kaum dort angekommen überschlagen sich die Ereignisse. Bauleiter und Aktivist gehen sich an die Gurgel, der Polizeihund Bernhard ist kreuzgefährlich und der Käsesahnekuchen ein Gedicht, nur blöd das es auch wieder eine neue Leiche gibt. Arno muss also nicht nur in der Vergangenheit ermitteln, sondern auch im Hier und Jetzt. Was ist bloß los am Lärchensee? Hängt das vielleicht alles zusammen? Und wer ist diese scharfe Aktivistin? Arno hat alle Hände voll zu tun.

Meinung:
Nachdem mir der erste Teil solch einen Spaß bereitet hatte, ist es ja wohl die logische Schlussfolgerung, dass ich auch den zweiten Teil lese. Auf das Wiedersehen mit dem Arno hatte ich mich wirklich gefreut und auch auf sein nächstes Abenteuer. Außerdem war ich schon gespannt, ob ihn der erste Einsatz in seiner Ermittlung zu Gute kommen würde, er ist ja sonst eher Herr der Excelstatistik, als des Verhörs. Aber lasst euch nun erzählen, ob mir der Lärchensee gefallen hat.

Arno ist also nach seinem Abenteuer aus dem Hinterkitzlingertal nach Wien und zu seinen Statistiken zurückgekehrt. Von großen Abenteuern, Beförderung oder Karriere keine Spur. Allerdings meldet sich die Eva bei ihm und sein Herz rast, nur gibt es da immer noch den Bürgermeistersohn. Bei einem Treffen im Eiscafé klingelt sein Handy und kein geringerer als der Innenminister Qualtinger will ihn sprechen. Arno macht sich auf und mit einem unguten Gefühl stellt er sich diesen Termin. Dieser Qualtinger hat wieder einen Auftrag für Arno, er soll einen alten Mordfall aufklären und dafür darf er dann in den aktiven Polizeidienst, das, was Arno immer schon wollte, und somit fällt die Entscheidung leicht und er kehrt ins Tirolerland zurück. Natürlich bekommt er es wieder mit einem Wetterextrem zu tun, denn es ist Hochsommer und heiß, dazu scheint Stubenwald eine kleine verschworene Gemeinde zu sein. Diesmal ist Arno aber nicht allein, denn Bernhard, der Polizist mit seinem Hund Bernhard stehen ihm zur Seite. Allerdings gerät der Arno direkt wieder in die Bredouille, denn er trinkt Wasser, was seinem Leib nicht wohl bekommt. Ihr seht, Arno steigt wieder voll mit ein und diesmal ist er seiner alten Heimat gar nicht so abgeneigt.

Der Beginn fühlt sich an, wie ankommen und Wiedersehensfreude stellt sich schnell ein. Man freut sich einfach immens auf das nächste Abenteuer und wie sich unser Hauptprotagonist schlagen wird. Diesmal ist es ein anderer Ausgangspunkt und Arno auch nicht wirklich allein, sogar Innsbruck ist diesmal mit im Spiel. Ich war extrem gespannt, wie Joe Fischler diesmal an den Fall dran gehen wird, denn von wirklicher Ermittlungsarbeit, kann bei Arno nicht die Rede sein, er ist eher immer am richtigen Ort und lässt seinen Charme spielen, zumindest bei der Damenwelt. Die Herren bekommen den netten Kumpel, den man gerne einmal unter die Arme greift und hilft. So schlägt sich Arno eigentlich immer durch sein Abenteuer, aber hier ist es total anders. Zuerst versucht er, autoritär zu sein, was ihm nicht wirklich gelingt, außerdem passiert ständig etwas Schlag auf Schlag, das Arno gar nicht zum Luft holen kommt und dann auch noch der ständige Hunger, der ihn plagt.

Joe Fischler erzählt mit dem gleichen Humor und Charme wie sein erster Tiroler Fall und doch ist dieser spürbar anders. Wir folgen Arno und seine Gedanken wieder Tritt auf Schritt, aber er nimmt den Fall diesmal nicht nur humorig auf die Schippe, hier wird es manchmal etwas ernster und polizeimäßiger und ich mochte das total gern. Nichts gegen eine Gaudi, aber hier stimmt die Mischung für mich besser. Wir haben also einen spannenden verzwickten Fall, denn der Autor führt uns lange an der Nase rum, bis wir verstehen wohin, der Mörder wollte, und sogar eine Schatzsuche findet hier noch Platz. Es ist abwechslungsreich, spannend und wirklich rundum gelungen. Außerdem mag ich seine kleinen gesellschaftlichen Seitenhiebe, die Joe Fischler ziemlich geschickt mit einbaut. Ich hatte wirklich richtig gute Lesestunden und ich bin jetzt schon sehr dankbar, dass es einen dritten Fall geben wird, zumindest steht das schwarz auf weiss in der Danksagung.

Die Toten vom Lärchensee ist ein absoluter Lesespaß, sehr originell, humorig, aber auch spannend und abwechslungsreich. Für mich stimmte die Mischung und ich bin gespannt, was Arno und die Liebe weiter erwarten wird.
 
Henry und ich finden den zweiten Teil sogar noch einen Ticken besser und vergeben deshalb fünf Bücherpunkte:
 
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Über den Autor:
 


Joe Fischler, geboren 1975 in Innsbruck, arbeitete nach einem Studium der Rechtswissenschaften einige Jahre im Bankwesen. 2007 machte er sich als Blogger und Autor selbstständig. Mit »Veilchens Winter«, dem ersten Teil seiner Reihe rund um Valerie »Veilchen« Mauser, legte Fischler 2015 ein fulminantes Debüt als Krimiautor vor. »Die Toten vom Lärchensee« ist der zweite Teil seiner Krimireihe rund um den so liebenswerten wie stets unglücklich verliebten Inspektor Bussi. Der passionierte Bergwanderer Fischler lebt in Tirol.

Quelle: KiWi Verlag

BUSSI-Reihe:

https://www.genialokal.de/Produkt/Joe-Fischler/Der-Tote-im-Schnitzelparadies_lid_38484352.html?storeID=barbers

1. Teil I Rezension


Vielen lieben Dank an den KiWi Verlag für das  Rezensionsexemplar. 

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