Freitag, 18. Mai 2018

Rezension: Neal Shusterman * Scythe: Der Zorn der Gerechten


Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Sauerländer
ISBN-13:
978-3737355070
Preis: 19,99 EUR
E-Book: 16,99 EUR
Reihe: 2. Teil
Erscheinungsdatum: März 2018
Übersetzer: Pauline Kurbasik und Kristian Lutze




Inhalt:
Citra ist nun Scythe Anastasia und darf jetzt über Leben und Tod entscheiden. Wie man sie kennt, nimmt sie ihre Aufgabe sehr ernst und ihre Art ihrer Nachlese anzutreten wirft unter den anderen Scythe Unstimmigkeit auf. Überhaupt ist in dieser Gemeinschaft ein Wechsel zu spüren. Die skrupellosen und machtgierigen Mitglieder möchten gern neue Regeln aufstellen und ihre Position auf der Erde noch weiter ausbreiten. Citra hat somit alle Hände voll zu tun, um ehrenvoll mit dem Tod umzugehen und selber am Leben zu bleiben. Aber auch Rowans Zeit der Immunität läuft bald ab, und während er Jagd auf vom Wege abgekommene Scythe macht, gerät auch er immer mehr in Gefahr. Können Citra und Rowan den Wechsel aufhalten? Welcher Gefahr setzt sich Rowan aus? Und welchen klugen Kniff muss Citra anwenden, um die Scythe wieder zurecht zu rücken?

Meinung:
Was hat mich damals der erste Band umgehauen, was habe ich dieses Buch verschlungen und wie begeistert war ich von dem, nie zuvor da gewesenen Thema. Aber man hat ja immer ein gemischtes Gefühl bei Fortsetzungen und erst recht bei dem zweiten Band. Meistens ist es ein Lückenbüßer oder nur eine Brücke zum finalen Abschluss. Ob dieses hier, das Schicksal von so vielen teilt, erzähle ich euch nun.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, ohne viel zu verraten, denn man möchte ja keinen wirklich den Spaß nehmen. Also fangen wir doch bei Rowan an. Er ist also nun ein Abtrünniger, ein Schatten in der Nacht, ein geflüsterter Name, der böses verspricht. Bei den drastischen Scythe ein Schrecken, denn sie fürchten, da er nicht einfach nur ermahnt, sondern sein Besuch ihnen auch wirklich das Leben kosten kann. Rowan nimmt sein schreckliches Schicksal an, zweifelt aber auch über sein Dasein. Wie gern würde er seine Familie besuchen, wie gern würde er Citra in den Arm nehmen, aber seine Zukunft liegt im Dunklen verborgen. Je mehr er sich in diesem Schicksal verstrickt, umso mehr verliert er auch sich. Sein Übermut und seine eigene Unvorsichtigkeit bringen ihn in größte Gefahr. Tja, wer denkt, er hat im ersten Teil schon genug gelitten, der muss sich hier wirklich warm anziehen, denn Rowans Weg des Schmerzes, ist noch lange nicht vorbei.

Auch Citra muss sich in ihr neues Leben einfügen, nun ist sie ein volles Mitglied der Scythe und muss Nachlesen. Wie schon zu erahnen gewesen war, wählt sie eine besondere Art, sie lässt nämlich ihren Auserwählten einen Monat Zeit um ihre Angelegenheiten zu klären und sie dürfen sich ihren Abgang selber aussuchen. Das bedeutet jede Menge Arbeit und Flexibilität von Citra und ruft viele unangenehme Stimmen im Kreise der Scythe hervor. Die alte Garde nimmt sich Citra zum Vorbild und besinnt sich wieder auf ihre Werte und Bestimmung, die machthungrigen sehen ihn ihr eine Konkurrenz, ein Stachel in ihrem Vorhaben und somit muss sie weg. So stehen Scythe Anastasia und Curie im Fadenkreuz einiger Anschläge. Bleibt nur die Frage, wer steckt dahinter?

Mehr kann und will ich nicht verraten, das gesagte ist auch wirklich nur der Beginn des Buches, vielleicht noch so viel, das der Thunderhead eine Stimme bekommt und uns so in seine Gedanken und Sorgen Einzug halten lässt. Außerdem gibt es noch weitere Personen, die wir näher kennenlernen werden und alte Bekannte, die wieder auftauchen. Neal Shusterman strickt seine Geschichte verdammt gut weiter, auch wenn der Anfang ein bisschen in die Länge gegangen ist, könnte ich nicht sagen, dass es mich zu sehr aufgehalten hat, manchmal muss man etwas ausholen, um dann die Bombe platzen zulassen. Während man zwischen durch noch denkt, wohin will er mit seiner Geschichte, schmeißt er einem am Ende an die Belastbarkeit eines Lesers. Völlig überrascht und total überfordert lässt er einen die letzte Seite umschlagen und mit dem Gedanken zurück, das darf doch alles nicht wahr sein. Ich will sofort weiterlesen! Ich finde, das spricht doch absolut für eine gelungene Fortsetzung, die einfach alles hat. Rachegefühle, Zukunftssorgen, Intrigen und so viel mehr. Mannomann, was für eine Achterbahnfahrt.

Neal Shusterman kann einen wirklich in eine Geschichte bannen, einen Mitfiebern und dann geschockt zurück lassen. Was für Entwicklungen, was für eine ungerechte machthungrige Welt und jetzt muss das große explosive Ende alles herausholen. Wirklich geschickt erzählt, überraschende Wendungen und Drama pur. Der Autor kann wahrlich unterhalten, müsst ihr einfach lesen.
 
Henry und ich hatten atemraubende gute Lesestunden und vergeben dafür die vollen Bücherpunkte:

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Über den Autor:
 
 
Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, ist in den USA ein Superstar unter den Jugendbuchautoren. Er studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem National Book Award.

Quelle: Sauerländer Verlag 


Scythe - Reihe:
https://www.genialokal.de/Produkt/Neal-Shusterman/Scythe-01-Die-Hueter-des-Todes_lid_32821425.html?storeID=barbers

1. Teil I Rezension

Vielen lieben Dank an den Sauerländer Verlag für das  Rezensionsexemplar. 

Kommentare:

  1. Huhu :D

    Deine Katze passt ja farblich echt gut zum Cover :D
    Mir hat die Reihe auch wahnsinnig gut gefallen, ein echtes Highlight! Ich warte sehnsüchtig auf den dritten Teil! :D

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Hallo Jessi,

      deshalb habe ich doch so viele Katzen! Immer die passende zum Buch, wenn sie nicht streiken ...lach...

      Dieser Sehnsucht schliesse ich mich an. So eine Hammer Reihe, absolut genial.

      Ganz liebe Grüße und danke für deinen Besuch
      Sharon

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  2. Moin, Inga.
    Leben hat eine zynische Ader in sich, wenn die wirklich einzig sichere Gewißheit die des Todes ist. Umso lächerlicher dann das Bestreben von Macht & Reichtum, denn die Uhr, sie tickt.
    Anmerkenswert, daß es auch im Bereich der Todesverwaltung solche niederen Ansinnen gibt, denen das Gute entgegen wirken muß.

    Meine thematische Empfehlung für 'Meet Joe Black' deswegen; eine verwandte Todesthematik, wenn auch mit Romantik in "voller Fahrt voraus!". Der Lieblingsfilm, zu dem ich es nicht vermochte eine Kritik zu schreiben!

    Ähnlich in die Thematik Leben/Tod ist auch der Film 'Mary Shelley' verknüpft...

    https://www.youtube.com/watch?v=KhKpA7LQlUA
    for your consideration

    bonté

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    1. Hello Robert,

      hier tickt sie aber nicht ganz so, wie wir das kennen. Die Menschen sterben nicht mehr wirklich, denn das haben sie überwunden, deshalb gibt es die Scythe. Tja und wo man ein Monopol hat, wird es auch ganz gern mißbraucht.

      Meet Joe Black ist dein Lieblingsfilm? Ehrlich? Ich bin leider kein Pitt Fan und so hat mich das jetzt nicht angesprochen. Vielleicht benötig ich daher einen anderen Ansatz ;-)

      Oh Frankenstein mit Kenneth ...ach, ich schwelge!!!

      Hab ein schönes Pfingstwochenende
      Inga

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