Freitag, 19. Juni 2020

Rezension: Kai Meyer * Die Krone der Sterne: Maschinengötter


Broschiert: 384 Seiten
Verlag: TOR  
ISBN-13:
978-3596701766
Preis: 14,99 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 3. Teil
Erscheinungsdatum: Februar 2019
Illustrator: Jens Maria Weber 


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Inhalt:
Iniza ist mit ihrer Familie und Freunden weiterhin auf der Flucht, aber die Galaxis ist trotz der unendlichen Weite, nicht groß genug. Überall herrschen nämlich Unruhen, während die Maschinengötter immer mehr einnehmen und einen kosmischen Krieg ansteuern, versuchen die Hexen an Tanys, Iniza‘s Tochter heranzukommen, da diese das Wort der Gottkaiserin spricht. Somit wird die Zeit knapper, die Flucht erschwerlicher und die Verzweiflung immer größer. Nun heißt es, zu handeln und Kranit, der letzte Waffenmeister von Amun, kennt endlich sein Schicksal. So führt die Reise auf den Mond Amun, in den Dschungel und doch ist die Reise erst in Tiamande, der Welt des Hexenordens zu Ende. Genau dort wird sich ihrer aller Schicksal entscheiden. Was hat Kranit vor? Kann Iniza ihre Tochter beschützen? Und können sie diesen Krieg aufhalten?

Meinung:
Nachdem ich die ersten beiden Bände mit großer Begeisterung verschlungen hatte, hatte ich ein bisschen Angst vor dem Ende. Kai Meyer ist ja bei manchen Reihen mit seinen Figuren nicht zimperlich und da macht man sich doch um den einen, oder anderen Sorgen, ob derjenige es übersteht. Nun ist das Abenteuer aber verschlungen und hier kommt nun meine Meinung.

Ich finde es ja immer supergut, wenn die Geschichte eine kurze Zusammenfassung am Anfang hat und somit ist man auch direkt wieder im Thema und weiß, wir sind seit Hexenmacht, dem zweiten Teil, schon zwei weitere Jahre auf der Flucht. Das kostet natürlich Kraft, reibt die Gemüter auf und auch die Nachtwärts hat einige Blessuren erlitten, deshalb müssen sie einen Ort finden wo sie kurz untertauchen können, um das Schiff zu reparieren. Diese Idee, entpuppt sich als fataler Fehler, denn Shara‘s Vergangenheit holt sie dort ein. Wie immer halten die Freunde zusammen, kämpfen zusammen und tragen auch die Verluste zusammen. Die Flucht gelingt auf biegen und brechen und jeder weiß, sie müssen was tun, um Tanys zu beschützen. Das etwas schon lange in Kranit vorgeht, spürt Shara schon lange und das dieses Abenteuer turbulent sein wird auch und es wird ein absoluter Endcountdown.

Kai Meyer lässt seine Übermächte auf einander prallen, da haben wir die Maschinengötter auf der einen Seite und die Hexen auf der anderen, beide wollen die absolute Macht, und der Mensch hat mal wieder das Nachsehen. Unsere Freunde müssen also nicht nur Tanys beschützen, sondern auch eine Lösung für den nahenden Krieg finden, das das kein einfacher Weg sein wird, ist klar und das wir hier einige Abschiede nehmen müssen, leider auch. Bei einer Figur konnte ich das heldenhafte Ende erahnen, aber der weitere Verlust tat mir wirklich weh und ich frage mich, ob der Autor seine Figuren immer mit so viel leere zurücklassen muss. Aber nun gut das ist wahrscheinlich alles Geschmackssache und für die Dramaturgie, war es natürlich gut beigesteuert. So kämpfen unsere Freunde an allen Fronten und werfen sich einige Sprüche an den Kopf. Vor allem die herrlichen Dialoge zwischen Kranit und Shara tragen die Geschichte und erheitern sie aufs Beste. Ansonsten spitzt sich überall die Lage zu und die Gefahr rückt immer näher.

Allerdings muss ich für meinen Geschmack sagen, dass es für mich am Ende einige Längen gab, um dann mit einem Knall alles zu beenden. Auch der Strang mit der Stille konnte mich nicht wirklich abholen und da hatte ich immer das Gefühl, nicht wirklich alles verstanden zu haben, irgendwie war mir das zu kryptisch. Wenn ich das mit den beiden Bänden davor vergleiche, war ich dort gefesselter, gespannter und konnte nicht schnell genug lesen. Für mich waren hier die letzten hundert Seiten, etwas Kampf und dann gibt es mit einem Ruck zu Ende. Es war jetzt nicht so bombastisch, wie ich dachte, aber auch völlig in Ordnung so, zumindest kann ich damit gut leben und der Autor lässt sich ein klitzekleines Hintertürchen offen. Vielleicht irgendwann noch einen Nachzügler Band zu schreiben, wer weiß das schon. Für mich war es aber ein tolles Space Abenteuer und ich habe es gerne gelesen, auch wenn der Abschied nicht ganz so schwer fehlt, wie gedacht.

Maschinengötter ist ein guter Abschluss, auch wenn er mich nicht ganz so überzeugte, wie die beiden Bände davor, ist es eine tolle Trilogie. Ein geniales galaktisches Spektakel, was einen megagut unterhält und ein großartiges spaciges Kopfkino erstrahlen lässt. Iniza rockt die Galaxis.


Henry und ich hatten tolle Lesestunden und vergeben vier Bücherpunkte:

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Über den Autor:

 
Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Fantasy-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, die in dreißig Sprachen übersetzt sind. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.


Quelle: TOR Verlag

Die Krone der Sterne - Trilogie:

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1. Teil: Rezension I 2. Teil: Rezension

Vielen lieben Dank an den TOR Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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