Freitag, 14. August 2020

Rezension: Jan Beck * Das Spiel: Es geht um dein Leben

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Penguin   
ISBN-13:
978-3328105572
Preis: 15,00 EUR
E-Book: 12,99 EUR
Reihe: 1. Teil
Erscheinungsdatum: Juli 2020 


Leseprobe? Kaufen? 


Inhalt:
Mavie schleicht sich heimlich aus ihrem Elternhaus, um auf die Party eines Mitschülers zu gehen. Dort angekommen fühlt sie sich gar nicht wohl, aber als sie mit ihrem Schwarm tanzt, ist alles Vergessen, nur wird sie dann auf einmal zum Gesprächsstoff. Mavie wird nämlich auf ihr im Dunkeln leuchtendes Tattoo angesprochen, was die Partygäste entzückt und sie selbst in Panik versetzt. Woher kommt das Tattoo? Und Mavie ist nicht die Einzige, die dieses bestimmte Merkmal trägt, denn im Fall der Ermittlerin Inga Björk und ihr Beschützer Christian Brand betreuen, hatten alle Opfer ein Skorpion-Tattoo. Obwohl kein Opfer das andere kennt, haben sie eine Gemeinsamkeit, denn sie sind Teil eines perfiden Spiels und die grausame Mordserie spitzt sich immer mehr zu. Björk und Brand läuft die Zeit davon und sie müssen sich entscheiden, spielen sie das Spiel mit? Und wenn ja, auf welcher Seite? Kann man diese Mordreihe überhaupt stoppen?

Meinung:
Jan Beck ist das Pseudonym eines bekannten österreichischen Autors und für mich kein ganz Unbekannter. Ich habe schon was Spannendes von ihm gelesen und auch etwas Humorvolles und mit beiden konnte er mich überzeugen. Nun steht also eine neue Reihe am Start und die Ermittlerin ist eine Namensvetterin, ich darf aber schon verraten, dass wir nix, aber auch gar nix, sonst gemeinsam haben. Aber es ist ja wohl klar, dass ich die Geschichte lesen musste und ob ich das Spiel heile überlebt habe, erzähle ich euch nun.

Der Thriller fängt auch wirklich gruselig an, nämlich nachts im Wald mit einer Joggerin, die diesen nicht mehr leben verlassen wird und uns die Grausamkeit der Mörder vor Augen führt. Danach wird die Handlung abwechselnd erzählt, da haben wir die Täter, einen Reporter, Opfer und natürlich Inga Björk und Christian Brand. Diese beiden Ermittler, obwohl man sie gar nicht so nennen kann, bestreiten somit nicht den Löwenanteil der Geschichte, sondern stoßen eher dazu. Aber schauen wir uns die beiden mal genauer an.

Christian Brand ist im Einsatzkommando Cobra Wien tätig und handelt eher schnell und überlegen, als auf ein Team zu warten. Das bringt zwar Erfolge, aber auch einige Rüffel ein. So hat er zwar einen Amoklauf verhindert, muss sich aber entscheiden, entweder Urlaub zu nehmen oder zum Psychologen zu gehen. Das schmeckt ihm so gar nicht, denn für seine Verarbeitung vom Erlebten hat er seine eigene Lösung gefunden. So sitzt er nicht begeistert im Zug zu seiner Mutter, als ihm ein neuer Auftrag erreicht, Europol fordert ihn nämlich an. Schnell wird er abgeholt und zur Ermittlerin Inga Björk geflogen, allerdings soll er ihr nur als Personenschutz dienen und nicht wirklich am Fall mitarbeiten, was wieder rum Brand gar nicht gefällt, was er nicht kennt, kann er auch nicht beschützen, so versucht er, der kühlen einsilbigen Frau doch noch das eine oder andere zu entlocken. Christian ist für mich der zugänglichere Teil des Duos gewesen und ich mag ihn irgendwie unter der harten Schale.

Inga Björk ist schon länger bei Europol und hat bei einem Einsatz ihre Kollegin verloren, deshalb möchte sie umso härter den Fall lösen. Allerdings darf sie nur weiter machen, wenn sie jemanden an ihrer Seite hat. Ihr ist der Schutz egal, aber sie sucht Brand selber aus. Eigentlich hat sie einfach nur mit einem kampfbereiten Soldaten gerechnet, aber das dieser versucht, Teil der Ermittlung zu werden, überrascht sie und das er sogar Vorschläge mit einbringt, umso mehr. Kühl bleibt sie trotzdem und geheimnisvoll, Menschen scheinen nicht so ihr Ding zu sein. Und so bleibt sie auch für den Leser etwas unnahbar.

Ein ungewöhnliches Team, was eigentlich hier auch noch kein Team ist, aber ich könnte mir denken, das diese beiden noch höchst interessant werden könnten. Ich mag ja Serien, wo es unterschiedliche Ermittler gibt, somit hat Jan Beck genau meinen Nerv getroffen. Aber der Fall hat noch so viel mehr zu bieten, menschliche Abgründe, einzelne Schicksale, schlagartige Szenenwechsel und ein extrem hoher Spannungsbogen, der auf seinem Niveau bleibt. Man hastet förmlich durch die Kapitel, ist überrascht, angewidert, neugierig und fragt sich, wie wird das Ganze bloß enden. Auch hält er sich nicht mit Actionszenen zurück und so geht der Thriller Schlag auf Schlag temporeich voran. Somit wird es hier auch blutig und ist nicht unbedingt was für zarte Gemüter. Ein richtiger Pageturner vom Feinsten.

Jan Beck schreibt hier so ganz anders und diese unterschiedliche Art, zeigt auf, was für ein großartiger Erzähler er ist. Hier ist nichts von seiner humorvollen Seite zu finden, sondern ein brutal und knallharte Ermittlungsfall. Ein Spiel was uns von der ersten Seite an klar ist und doch kann man es nicht so wirklich greifen, somit ist es wohl nicht nur im Buch ein Spiel, sondern auch mit uns Lesern. Ich bin wirklich auf mehr gespannt und am liebsten gleich.

Das Spiel hat einen tollen Spannungsbogen, ist temporeich erzählt und hat wirklich ein außergewöhnliches Ermittler Duo. Ich konnte es kaum aus der Hand legen.
 
Henry und ich hatten atemlose Lesestunden und dafür gibt es die vollen Bücherpunkte:


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Über den Autor:
 


Jan Beck, 1975 geboren, ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschsprachigen Autors. Bevor er sich dem Schreiben widmete, arbeitete Jan Beck als Jurist. In seinem rasanten Thrillerdebüt »Das Spiel« lässt Beck seine Leser tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken. Wenn Jan Beck nicht gerade schreibt, verbringt er seine Zeit in der Natur, besonders gerne im Wald.

Quelle: Penguin Verlag

Vielen lieben Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

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